Seiteninhalt
13.11.2020

Wolfgang Kuhn wird neuer Jagdberater

Landrat Olaf von Löwis hat einen neuen Jagdberater bestellt: Wolfgang Kuhn, der bisherige Hochwild-Hegeringleiter, übernimmt das Amt von Tobias Hupfauer. Der Förster im Ruhestand hat sich vor allem eines vorgenommen: Er möchte Ruhe in das emotional aufgeladene Thema Wald und Wild bringen und gemeinsame Lösungen mit allen Beteiligten finden. 

Ein Jagdberater berät, wie der Name schon sagt, die untere Jagdbehörde am Landratsamt, wenn jagd-fachliche Einschätzungen notwendig sind – beispielsweise bei der Aufstellung von Abschussplänen oder Anordnung von Wildschutzgebieten. Der Jagdberater agiert also mitten im Spannungsfeld zwischen Wald und Wild.

„An Wald und Wild hängen viele Interessen, die oft konkurrieren“, sagt Landrat Olaf von Löwis. „Als Förster mit jahrzehntelanger Berufserfahrung zum Thema Wald traue ich mir jedoch zu, einen geeigneten Kandidaten für das Amt des Jagdberaters auszusuchen, der Brücken baut zwischen allen Beteiligten.“

Diesen Brückenbauer hat er mit Wolfgang Kuhn gefunden. Der 67-jährige aus Bad Wiessee ist ebenso wie von Löwis Förster und war zuletzt 30 Jahre lang Revierleiter des Staatsforstrevieres Bad Wiessee. Vier Kandidaten für das Ehrenamt des Jagdberaters haben sich bei von Löwis vorgestellt. „Ich habe alle Teilnehmer in Vier-Augen-Gesprächen direkt auf verschiedene konfliktreiche Themen angesprochen, wie z.B. den Aufbau klimastabiler Mischwälder, das Verhältnis von Wald und Wild und die Bedeutung von Fütterungen. Wolfgang Kuhn scheint mir in der Lage und bereit zu sein, sowohl die Belange der Wald- und Grundbesitzer, der Förster, als auch der Jäger ausgewogen zu vertreten. Allen Bewerbern habe ich mein persönliches Interesse an einem Ausgleich der verschiedenen Belange kundgetan und meine aktive Mitwirkung bei diesen Themen angekündigt“, erzählt von Löwis.

Kuhn möchte mit seiner Erfahrung punkten: Er ist seit über 40 Jahren Förster, seit 50 Jahren Jäger und war 34 Jahre Ausbilder für den Forstdienst. „Mein Anliegen ist: Ich möchte die Leute zusammenbringen und weder um Ideologien streiten, noch auf Konfrontation gehen“, betont Kuhn.

Die untere Jagdbehörde lobt die hervorragende Zusammenarbeit mit Kuhn in seiner bisherigen Position als Hochwild-Hegeringleiter.

„Ich bitte alle Beteiligten darum, Herrn Kuhn eine faire Chance zu geben. Ich bin überzeugt, dass er sich für die bestmöglichen Lösungen einsetzt. Ich selbst werde die Diskussionen intensiv verfolgen und mich bei Bedarf einschalten“, sagt von Löwis.

Stellvertretender Jagdberater bleibt weiterhin Andreas Köpferl.