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13.11.2020 Update Corona Landkreis Miesbach - Schulen sind kein Infektionstreiber im Landkreis - Ausbruchsgeschehen in Wohngruppen für Menschen mit Behinderungen

Die Corona-Lage in Kürze:

  • Kein verstärktes Infektionsgeschehen in Schulen erkennbar
  • Herbstferien brachten deutliche Entspannung bei Schulen und Kitas
  • Inzidenz weiterhin gelichbleibend
  • Ausbruchsgeschehen in Wohngruppen für Menschen mit Behinderungen

 

Das Robert-Koch-Institut meldete gestern, dass Schulen Infektionstreiber sind. Das trifft glücklicherweise bisher nicht auf den Landkreis Miesbach zu. Zwar gab es auch hier zahlreiche Infektionen bei Schülern und Lehrern, jedoch nicht übermäßig viele.

Seit Beginn des Schuljahres mussten knapp 35 Schulklassen wegen eines positiven Covid-Falles eines Mitschülers oder eines Lehrers in Quarantäne. Die Fälle, bei denen wahrscheinlich eine Übertragung innerhalb der Klasse stattgefunden hat, bewegen sich im einstelligen Bereich. Es ist nicht mehr möglich, eine konkrete Zahl zu nennen, da wie bereits bekannt in den meisten Fällen die Infektionsketten kaum mehr nachvollzogen werden können.

Aktuell sind nur drei Klassen und drei Kita-Gruppen unter Quarantäne. Die Herbstferien haben also definitiv eine Entspannung gebracht. Vor den Ferien waren 35 Klassen und Kita-Gruppen unter Quarantäne. Insgesamt gibt es im Landkreis 47 Schulen mit ca. 12.000 Schulen, sowie 65 Kitas mit ca. 6.600 Betreuungsplätzen.

Der Landkreis hält daher weiter am Präsenzunterricht fest. Die Schulschließung im gesamten Landkreis Traunstein hat keinen Einfluss auf die Entscheidung der Koordinierungsgruppe. Traunstein hat laut RKI eine Inzidenz von über 420 und möchte daher mit einem verschärften Kurs Kontakte noch stärker einschränken. Diese Situation ist nicht mit der aktuellen Lage im Landkreis Miesbach vergleichbar.

Die Inzidenz im Landkreis Miesbach bleibt mit 148 (Stand Gesundheitsamt Miesbach, 13.11.2020 12 Uhr) weiter ungefähr gleich.

In zwei zueinander gehörenden Wohngruppen für erwachsene Menschen mit Behinderungen gab es einen größeren Corona-Ausbruch. Die Hälfte der Bewohner, insgesamt zehn Personen, und mehrere Mitarbeiter wurden positiv auf das Virus getestet. Eine Infektion mit dem Virus ist besonders schwierig für Menschen mit Behinderungen, weil sie aufgrund ihrer Behinderungen oft zur besonders gefährdeten Personengruppe zählen. Außerdem können sie oft nur schwer mit den Schutzmaßnahmen umgehen.

Wir bitten um Verständnis, dass wir zum Schutz der Persönlichkeitsrechte der Bewohner keine weiteren Fragen zum Ausbruchsgeschehen in den beiden Wohngruppen beantworten. Da die Bewohner in Wohngruppen und nicht in einer separaten Einrichtung wohnen, ist das weitere Vorgehen analog zu Privathaushalten.

Sophie Stadler, Leitung Büro Landrat & Pressesprecherin