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12.01.2019

Tag 6 des Katastrophenfalls im Landkreis Miesbach

Die Lage hat sich im Laufe des Tages für die Einsatzkräfte nochmals deutlich verschärft. Über 1.000 Einsatzkräfte räumten heute zahlreiche Dächer im Landkreis Miesbach frei. Da im Tagesverlauf nur wenig Schneefall zu verzeichnen war, konnten die Räumdienste die Straßen weiter von den Schneemassen befreien. Dennoch sind nach wie vor einige Straßen gesperrt. Seit Feststellung des K-Falls sind mehr als 3.300 Hilfskräfte im Einsatz. Bisher wurde niemand schwerer verletzt.

Neue Schneefälle blieben am heutigen Samstag weitestgehend aus, doch aufgrund der Wetterprognose für die nächsten Tage – wieder Schnee und Regen – bleibt die Lage angespannt. Zahlreiche Dächer im Landkreis Miesbach wurden mittlerweile geräumt. Über Tausend Hilfskräfte sind fast rund um die Uhr mit Abschaufeln beschäftigt. Zur Unterstützung wurden überregional Kräfte angefordert: Die Bundeswehr schickte 160 Mann der Gebirgsjägerbrigade Bad Reichenhall und das Pionierbataillon Ingolstadt. Zwei je 100-Mann-starke Feuerwehrkontingente aus den Landkreisen Pfaffenhofen und Dachau rückten an. Das THW zog 150 Kräfte aus ganz Bayern. Vom BRK bekam mit 40 Personen Beistand aus Oberbayern. 127 zusätzliche Polizisten halfen. Hinzu kommen Hunderte Einsatzkräfte aus dem Landkreis Miesbach. Insgesamt waren heute über 1.000 Kräfte im Einsatz.

Großes Problem bleiben die Dachlasten. Hauptsächlich sind Gebäude mit großen Dachflächen und Flachdächer gefährdet. Die Einsatzkräfte arbeiten rund um die Uhr und so schnell es geht alle gefährdeten Gebäude priorisiert ab. Die öffentliche Infrastruktur muss unbedingt erhalten bleiben.

Der Schnee verstopft nach wie vor die Straßen. Viele Straßen sind weiterhin gesperrt oder verengt befahrbar. Die Räumdienste nutzen die Neuschnee-Pause zum Fräsen und Abtransportieren. Die gesperrten Bergstraßen zum Sudelfeld und Spitzingsee sind wieder frei.

Glücklicherweise verletzte sich bisher niemand über das Jahreszeit-typische Maß hinaus.

Fazit: Nach sechs Tagen im Dauereinsatz ist die Belastung für alle Kräfte enorm. Sie geben in dieser Ausnahmesituation alles, um der herausfordernden Lage Herr zu werden. Die Führungsgruppe Katastrophenschutz koordiniert rund um die Uhr alle Einsätze. Die Führungsgruppe Katastrophenschutz bittet darum, dass die Einsatzkräfte weiterhin in ihrer Arbeit unterstützt werden.

Alle aktuellen Informationen gibt es auf www.landkreis-miesbach.de, am Bürgertelefon des Katastrophenschutzes unter 08025 704 6666 oder in der kostenlosen Warn-App „NINA“.