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22.11.2019

Nachhaltigkeitspreis verliehen

In Holzkirchen hat zum zehnten Mal die Nachhaltigkeitskonferenz stattgefunden. Dabei wurden auch die beiden Nachhaltigkeitspreise verliehen. Aus dem Landkreis Miesbach wurde die Firma MW Biomasse ausgezeichnet. Die Konferenz ist eine gemeinsame Veranstaltung der Standortmarketing Gesellschaft, der Metropolregion München, des Wirtschaftsforums Oberland und der Energiewende Oberland.

Kein Ergebnis gefunden.

„Nachhaltigkeit? Wir haben es erfunden!“ meinte schlagfertig Sebastian Henghuber, Vorstand der MW Biomasse auf der Konferenz. Die Abkürzung steht für „Maschinenring“ und „Waldbesitzervereinigung“. Er nannte den Landkreis einen „sehr wüchsigen Standort“. Der Landkreis Miesbach hat einen Waldanteil von 51 Prozent. Allein der Zuwachs betrüge 12,5 Festmeter pro Hektar im Jahr, davon hätten 9,5 Festmeter Potential zur Verwendung. Allein der Zuwachs könne 48,5 Millionen Liter Heizöl ersetzen. „Wir brauchen kohlenstoff-hungrige Wälder“, sagte Henghuber, „jedes Möbelteil, jeder Tisch ist eine Kohlendioxid-Senke“. Seine Firma betreibt unter anderem das Heizwerk in Weyarn.

Den Gastvortrag auf der Konferenz hielt Josef Rother, der Geschäftsführer der GEFAK-Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung. Er plädierte für eine Gemeinwohl-Ökonomie: „Wir müssen Erfolg anders messen als durch das Bruttoinlandsprodukt“, sagte er. „Eine Gemeinwohlbilanz wird nicht nur in Euro gezogen. Die Kriterien sind Menschenwürde, Solidarität und Gerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit, Transparenz und Mitentscheidung.“ Rother erinnerte daran, dass der „Welterschöpfungstag“ heuer schon auf dem 29. Juli 2019 gelegen habe. Theoretisch verbrauche die Welt jedes Jahr 1,7 Erden, die Deutschen sogar jedes Jahr drei Erden.