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19.01.2022

Oemisch-Stiftung kauft Tablets für Oberland Werkstätten Miesbach

 

Die Corona-Pandemie hat den Betrieb der Oberland Werkstätten in Miesbach ordentlich durcheinandergewirbelt: Wo sonst über 160 Menschen mit Behinderungen arbeiten, herrschte während des ersten Lockdowns plötzlich gähnende Leere. Auch wenn die meisten Mitarbeiter wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren konnten, war wegen strenger Sicherheitsvorkehrungen ob der vulnerablen Personengruppe und zunächst ausbleibenden Aufträgen nicht an einen normalen Arbeitsalltag zu denken. Weil die Auftragsbücher der Kunden der Oberland Werkstätten wegen der Pandemie oft leer blieben, bekamen auch die Oberland Werkstätten erst einmal weniger Aufträge. Dabei ist Struktur, Beschäftigung und Wertschätzung so wichtig für Menschen mit Behinderungen.

Kreisrätin Anastasia Stadler sitzt als Vertretung für den Landkreis im Verwaltungsrat der Oberland Werkstätten. Sie regte an, zusammen mit der vom Landkreis verwalteten Gabriele-Oemisch-Stiftung eine sinnvolle Zusatz-Beschäftigung für die Mitarbeiter zu entwickeln. Eine gute Idee war schnell gefunden: Die Oemisch-Stiftung beschaffte fünf Tablets inklusive Tastatur, an denen die Mitarbeiter nun fleißig Medienkompetenz üben. Denn der Umgang mit Apps, Sozialen Medien oder Diensten will gelernt sein für ein selbstbestimmtes Leben. Und auch Lernsoftwares für die Mitarbeiter funktionieren super auf den neuen Tablets.

Die Stiftung geht zurück auf die Rottacherin Gabriele Oemisch, die nach ihrem Tod verfügte, dass ihre Stiftung Landkreisbürger mit Handicap unterstützt. So eine produktive Zusammenarbeit im Landkreis freut natürlich auch Landrat Olaf von Löwis, der sich zusammen mit Aufsichtsrätin Stadler und Mitarbeitern des Landratsamtes, die die Oemisch-Stiftung verwalten, persönlich der sinnvollen Anschaffung überzeugte.