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16.12.2019

Projekttag: Was hat unser Essen mit dem Klima zu tun?

Für die Schülerinnen und Schüler der Mittelschule Schliersee stand ein besonderer Tag an: Bei einem Projekttag konnten sie sich mit dem Einfluss ihres Einkaufs- und Ernährungsverhaltens auf den Klimawandel beschäftigen. Das Klimaschutzmanagement des Landkreises bezahlt dazu vier Unterrichtseinheiten mit dem Schwerpunkt Umweltbildung. Die Standortmarketing-Gesellschaft Landkreis Miesbach SMG finanziert als Teil der Öko-Modellregion Miesbacher Oberland außerdem weitere vier Unterrichtseinheiten.

Mit weißer Kreide steht das Thema der heutigen Unterrichtseinheit auf der grünen Tafel: „Was hat unser Essen mit dem Klima zu tun?“ Die 17 Schülerinnen und Schüler der 5. Klasse erarbeiten sich dazu auf verschiedenen Lernstationen Wissen. An der ersten Lernstation steht Klassensprecher Philipp vor einem Mixer. Einen gesunden grünen Smoothie haben die Kinder hier selber hergestellt und dann getrunken. Lehrerin Regine Kau hat für diese Unterrichtseinheit Unterstützung bekommen – die Schule ist vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz als „Umweltschule“ ausgezeichnet worden. Bildung über nachhaltige Entwicklung ist im Lehrplan schon explizit erwähnt. Für diese Unterrichtseinheit ist nun Angelika Sanow gekommen, von der Ökologischen Akademie aus Dietramszell. Der gemeinnützige Bildungsträger fördert Projekte in der Umweltbildung und für eine nachhaltige Entwicklung.

„Hier können die Kinder lernen, dass sie statt Heidelbeeren aus Chile auch regionale Produkte verwenden können“, sagt Sanow. In dem grünen gesunden Smoothie sind Äpfel, Birnen, Feldsalat und Honig. „Die Kinder sind noch nicht so vorgeprägt. Sie sind empfänglich für ein Umdenken in Richtung Nachhaltigkeit“, meint Angelika Sanow.

Erdbeeren im Winter

Kein Ergebnis gefunden.

Die Kinder lernen: Es ist nicht sinnvoll, alle Obstsorten oder Gemüsearten das ganze Jahr über zu kaufen und zu konsumieren. An einer weiteren Lernstation erklären die Schülerin Alexa und ihr Klassenkamerad Leonhard der Klimaschutzmanagerin des Landkreises, Mona Dürrschmidt, gerne das Gelernte. „Hier kann man sehr gut sehen – Klimaschutz kann auch Spaß machen“, meint Dürrschmidt, „deshalb unterstützt die Landkreisverwaltung diese sinnvollen Unterrichtseinheiten finanziell. Wir würden sogar die Zusammenarbeit mit Schulen gerne noch ausbauen!“

Weitere Unterrichtseinheiten werden aus dem Budget der Öko-Modellregion bezahlt, die ein Teil der Standortmarketing-Gesellschaft ist. Bei dem Programm „Auf zum Bauernhof!“ besuchen die Schüler einen Bauernhof in der Nähe. Die Kinder erfahren, wie ein Landwirt arbeitet, wie die Tiere auf dem Hof leben, welche Pflanzen wann angebaut werden und woher die Milch kommt. In Schliersee ist daher auch die Managerin der Öko-Modellregion, Stephanie Stiller, zu Gast. Sie berichtet: „Wir möchten das Thema Nachhaltigkeit gerne in der Öffentlichkeit verankern. Dazu möchten wir sämtliche Teile der Bevölkerung erreichen. Kinder gehen oft mit ihren Eltern einkaufen – nach diesen Unterrichtseinheiten sogar oft sehr gerne. Sie lernen etwas, was sie in ihrem täglichen Leben gut umsetzen können. Es ist ein erklärtes Ziel der Öko-Modellregion, bioregionale Produkte zu fördern“, so Stephanie Stiller.