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11.01.2019

Tag 5 des Katastrophenfalls im Landkreis Miesbach

Die Lage hat sich im Laufe des Tages für die Einsatzkräfte deutlich verschärft: Zwar hat es aufgehört zu schneien und die Räumdienste arbeiten sich konsequent durch die Schneemaßen an den Straßen. Die Verkehrssituation ist trotzdem noch angespannt. Die Feuerwehren, das THW und die Bundeswehr schaufeln ununterbrochen Dächer öffentlicher Gebäude ab. Überregionale Kräfte wurden zur Unterstützung alarmiert. Der Schulunterricht am kommenden Montag, 14. Januar 2019, entfällt.

Zwar kam am Freitag kein neuer Schnee hinzu, doch der schwere, nasse Schnee der vergangenen Tage drückt auf Dächer und Bäume. Zahlreiche Gebäude im Landkreis Miesbach wurden mittlerweile geräumt. Hunderte Hilfskräfte sind fast rund um die Uhr mit Abschaufeln beschäftigt. Zur Unterstützung wurden Kräfte von außerhalb angefordert: Die Bundeswehr schickte am Donnerstag erst 32 Soldaten, am Freitag dann weitere 50 Mann der Gebirgsjägerbrigade Bad Reichenhall. Ein 100-Mann-starkes Feuerwehrkontingent aus dem Landkreis Dachau rückte an. Das THW zieht Kräfte aus Lauf an der Pegnitz, Roth, München, Weilheim, Bad Aibling und Rosenheim. Vom BRK bekommt Beistand aus München.

Hauptsächlich sind Gebäude mit großen Dachflächen und Flachdächer gefährdet. Große öffentliche Gebäude wie beispielsweise Turnhallen müssen priorisiert abgeräumt werden, um hier mögliche Notunterkünfte zu schaffen. Die öffentliche Infrastruktur muss unbedingt erhalten bleiben. Die Einsatzkräfte arbeiten rund um die Uhr und so schnell es geht alle gefährdeten Gebäude priorisiert ab.

Der Schnee verstopft nach wie vor die Straßen. Viele Straßen sind weiterhin gesperrt oder verengt befahrbar. Die Räumdienste nutzen die Neuschnee-Pause zum Fräsen und Abtransportieren. Die gesperrten Bergstraßen zum Sudelfeld und Spitzingsee sind wieder frei.

Der Schulunterricht wurde für den kommenden Montag bereits abgesagt. Am Montag folgt dann die Entscheidung für den Rest der Woche.

Die Wetterprognose des Deutschen Wetterdienstes sagt wieder Niederschlag vorher – wegen der steigenden Temperaturen allerdings wohl eher in Form von Regen.

Fazit: Die Einsatzkräfte wurden am immerhin schon fünften Tag dieser Ausnahmesituation sehr stark gefordert und werden bis tief in die Nacht die offenen Einsätze abarbeiten. 2.000 Einsatzkräfte helfen seit Beginn des K-Falls im Landkreis Miesbach. Die Führungsgruppe Katastrophenschutz bittet dringend darum, die Arbeit der Einsatzkräfte weiterhin zu unterstützen.

Alle aktuellen Informationen gibt es auf www.landkreis-miesbach.de, am Bürgertelefon des Katastrophenschutzes unter 08025 704 6666 oder in der kostenlosen Warn-App „NINA“.