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Warnung im Katastrophenfall

Plötzlich und unerwartet ist sie da, eine Katastrophe. Es kann ein verheerendes Unwetter, ein Hochwasser, ein Zugunglück oder auch ein Amoklauf sein. Wichtig ist dann: Möglichst viele Menschen müssen möglichst schnell informiert werden, um sich in Sicherheit zu bringen. Dazu hat der Bund das „Modulare Warnsystem“ (MoWaS) entwickelt, das Bürger bei Zivilschutzlagen warnen und aufklären soll. Über die kostenlose Smartphone-App „NINA“ kann sich jeder über drohende Gefahren in seiner Region informieren.

Nach Ende des Kalten Krieges wurde das Zivilschutz-Sirenennetz weitgehend abgebaut. Ein bundesweites Warnsystem mit Weckeffekt, das Bürger jederzeit auf Gefahren aufmerksam macht, steht seitdem nicht mehr zur Verfügung. Das „Modulare Warnsystem“ (MoWaS) soll diese Lücke schließen. Warnmeldungen werden durch die Lagezentren von Bund und Ländern, sowie durch angeschlossene Leitstellen der unteren Katastrophenschutzbehörden (z.B. Integrierte Leitstelle Rosenheim) erstellt.

Der Vorteil von MoWaS ist: Im Katastrophenfall vereint es alle föderalen Ebenen – vom Bund bis zu den unteren Katastrophenschutzbehörden (Landratsämter). Denn dass es auch im Landkreis Miesbach schnell zu einer Katastrophe kommen kann, zeigt beispielsweise das Hochwasser von 2013.

Die Warn-App „NINA“ für Smartphones benachrichtigt Nutzer über Push-Nachrichten, wenn für ihre Region eine Gefahr droht. Dazu werden Daten von MoWaS und dem Deutschen Wetterdienst eingespeist. Auf diese Weise können Bürger informiert werden, wenn beispielsweise eine Veranstaltung (Seefeste etc.) wegen drohenden Unwettern abgesagt werden muss. Auch Großbrände, austretende Gefahrenstoffe oder lokale Hochwasserstände werden unter anderem von der App gemeldet. Zudem werden dort allgemeine Verhaltenshinweise und eine Checkliste für die Hausapotheke bereitgestellt.

Die untere Katastrophenschutzbehörde am Landrastamt Miesbach rät, sich die App „NINA“ herunterzuladen. Durch sie werden Bürger schnell und zuverlässig auf überregionale Katastrophen, aber – neu ab 1. Juli – auch auf lokale Gefahren aufmerksam gemacht.