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06.04.2020 Update Corona Landkreis Miesbach

Zum Anfang der neuen Woche werden 21 neu positiv auf das SARS-CoV-2-Virus getestete Personen verzeichnet, so dass die Gesamtzahl nunmehr bei 418 Personen liegt. Die Zahl der gesundeten Personen steigt deutlich auf 150 an (plus 22 zum Vortag), so dass die Zahl der aktiven Fälle auf 265 sinkt. 29 Personen werden stationär behandelt, sieben davon intensivmedizinisch.

Eine dritte Person aus dem Landkreis verstarb im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Die Frau in hohem Alter hielt sich zu einer Reha-Behandlung in einer Klinik im Landkreis Rosenheim auf.

Zusammenfassend kann die Führungsgruppe Katastrophenschutz zum zurückliegenden Frühlings-Wochenende sagen, dass es für die Einsatzkräfte ohne Vorkommnisse blieb und die Allgemeinverfügungen zu Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen beachtet wurden. Sowohl auf den Bergen, als auch auf den Seen des Landkreises blieb es ruhig.

Lediglich Angler waren aktiv. Das dürfen diese auch sein, wenn sie das Grundsätzliche beachten:

  • Gehen Sie allein oder allenfalls mit Familienangehörigen zum Fischen.
  • Verabreden Sie sich nicht mit Vereinskameraden zum Angeln.
  • Halten Sie mehr als den Mindestabstand von anderthalb Metern zu anderen Personen ein. Lassen Sie sich lieber in einer Entfernung von 20 oder 30 Metern vom nächsten Angler nieder.
  • Angeln Sie wohnortnah. Für die Vorgabe „in der unmittelbaren näheren Umgebung“ gibt es        keine zahlenmäßige Definition, die sich in Kilometerangaben ausdrückt. Hier bedarf es einer verantwortungsbewussten Interpretation.

Was die Versorgung mit medizinischem Material angeht, konnte über das Wochenende noch kein deutlicher Fortschritt verzeichnet werden. Auch wenn sich das von der Führungsgruppe Katastrophenschutz bestellte Material bereits auf verschiedenen Kanälen auf dem Weg nach Miesbach befindet, kann sich bis zur tatsächlichen Ankunft keine Entspannung einstellen. Weiterhin wartet der Krisenstab auf die versprochene Unterstützung der Staatsregierung, die Innenminister Herrmann bei seinem Besuch am vergangenen Samstag noch einmal persönlich versprochen hat.

Solange nicht ausreichend Material vorhanden ist, muss Material weiter streng priorisiert vergeben werden. 172 Empfänger stehen derzeit auf der Liste des Krisenstabs, die mit Material versorgt werden, sofern es welches gibt. Mit den Schutzmaterialien werden vorrangig Personen und Einrichtungen versorgt, wie Ärzte und Pfleger im Krankenhaus, Altenpflegedienste und Seniorenresidenzen oder Einrichtungen für Menschen mit Behinderung. Weitere Berufsgruppen mit viel Körperkontakt wie Physiotherapeuten, Kinderpfleger und Kassierer hat der Krisenstab keineswegs vergessen. Im Gegenteil: Weiterhin werden Tausende Schutzmaterialien bestellt, um so viele Bürger des Landkreises zu versorgen wie möglich.