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21.04.2020 Update Corona Landkreis Miesbach

Die Zahl der positiv auf das SARS-CoV-2-Virus getesteten Personen im Landkreis Miesbach steigt im Vergleich zum Vortag lediglich um zwei Personen auf insgesamt 493. Gleichzeitig steigt aber auch die Zahl der Genesenen um 34 Personen, sodass nur noch 101 Fälle aktiv sind. Drei Personen werden stationär behandelt, zwei davon intensivmedizinisch.

 

Derweil schreiten die Vorbereitungen auf das Krisenmanagement in den kommenden Monaten im Landratsamt mit großen Schritten voran: Ziel ist es, nach der Anfangsphase in einen geregelten Betrieb überzugehen und dabei Gesundheitsamt und Katastrophenschutz weiterhin zu stärken.

Ein wichtiger Baustein dafür sind die „Contact Tracing Teams“, die von der Regierung von Oberbayern und dem Gesundheitsministerium zur Unterstützung der Gesundheitsämter vor Ort angekündigt wurden. Erfreulicherweise konnten die Teams für den Landkreis Miesbach bereits am 20.04.2020 ihre Arbeit aufnehmen. Die Vorbereitung für die zahlreichen neuen Arbeitsplätze liefen reibungslos. Das eigene Ziel („Arbeitsbeginn bis Ende des Monats“, siehe Update 56 vom 08.04.2020) konnte übertroffen werden.

13 Beamten-Anwärter aus den Bereichen Steuerverwaltung, Gerichtsvollzug, Rechtspflege und Kriminalpolizei traten am Montag ihren Dienst in den CT-Teams im Landkreis Miesbach an. Unterstützt werden sie von einem „Containment Scout“ des Robert-Koch-Instituts und sechs Mitarbeitern des Landratsamtes, die sich für die Aufgabe abstellen haben lassen.

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Auf dem Parkplatz vor dem Gesundheitsamt in Miesbach wurden kurzfristig 34 Arbeitsplätze in 17 Containern geschaffen. Hier hat sich die schnelle Reaktion des Hauses, vor allem der Liegenschaftsverwaltung und der IT, ausgezahlt: Aufgrund der hohen Nachfrage sind Container, Büroeinrichtung und IT-Ausstattung inzwischen kaum mehr auf dem Markt verfügbar. Dass die schnelle Bereitstellung der CTT-Arbeitsplätze im Landkreis Miesbach so gut geklappt hat, ist deshalb besonders erfreulich.

Die neuen CTT-Mitarbeiter nehmen gerade an einer Online-Schulung teil. In den kommenden Wochen sollen sie positiv getestete Personen und enge Kontaktpersonen frühzeitig identifizieren, isolieren und überwachen und damit die Ausbreitung des Virus nachhaltig eindämmen. Wie lange die CTT-Mitarbeiter in Miesbach bleiben, hängt von der weiteren Entwicklung der Lage ab.

Auch das Gesundheitsamt und der Katastrophenschutz wurden personell aufgestockt: Zwei Lehrer, eine Mitarbeiterin des Vermessungsamtes und fünf Mitarbeiter der Spielbank Bad Wiessee haben sich freiwillig gemeldet und unterstützen bereits seit mehreren Wochen u.a. an der Corona-Hotline. Von der Regierung von Oberbayern wurden mehrere Medizinstudenten eingestellt und an das Gesundheitsamt Miesbach abgeordnet. Ein Arzt im Ruhestand und ein Arzt des „Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung in Bayern“ helfen ebenfalls. Für die Stabsarbeit im Krisenstab und die besonders personalintensive Betreuung der Corona-Hotline an sieben Tagen pro Woche haben sich viele Freiwillige aus dem Haus gemeldet.

Alles in allem unterstützen zur Bewältigung der Corona-Krise etwa 70 zusätzliche Personen von in- und extern die Mitarbeiter im Gesundheitsamt und im Katastrophenschutz. Das entspricht ungefähr 40 Vollzeitäquivalenten.

„Angesichts der Vielzahl an neuen Mitarbeitern und Aufgaben müssen wir Vieles neu organisieren“, sagt Maria Rode, die am Landratsamt die Abteilung „Verwaltungsmanagement und Kommunales“ leitet. „Wir versuchen, zusammen mit unseren bestehenden und neuen Mitarbeitern den bestmöglichen Weg aus der Corona-Krise zu finden. Wir sind sehr zuversichtlich, dass uns das mit unseren neuen Strukturen gelingt.“ Momentan reicht die Zahl der nicht-medizinischen Helfer aus. Allerdings hätte vor wenigen Wochen auch noch niemand gedacht, dass in absehbarer Zeit 70 zusätzliche Helfer zur Bewältigung einer Pandemie benötigt werden. „Sollte sich die Krise verschärfen, werden wir nochmal nachsteuern“, betont Rode deshalb.

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Nicht jede Änderung, die durch Corona erzwungen wird, ist schlecht. Ganz im Gegenteil: Manches, was bis vor kurzem undenkbar war, ist jetzt Normalität. So finden beispielsweise Bewerbungsgespräche im Landratsamt nun per Videokonferenz statt.

Damit wurde aus der Not eine Tugend gemacht, schließlich ist das Amt wegen der Pandemie seit 16.03. geschlossen. Einige wichtige Stellen müssen dennoch besetzt werden. Die Lösung: Bewerbungsgespräche per Videokonferenz.

Im Einzelnen erhalten die Bewerber eine Einladung per Mail mit der Anleitung zur Bedienung der Software. Diese kann sowohl mit dem Laptop, als auch mit dem Handy verwendet werden. Bei einer kurzen Test-Videokonferenz werden Abläufe besprochen und Fragen geklärt, damit das Bewerbungsgespräch reibungslos funktionieren kann.

Schließlich findet das Bewerbungsgespräch statt, bei dem – wie beim „normalen“ Bewerbungsgespräch – je ein Teilnehmer aus den Bereichen Personalservice, Personalrat und dem zuständigen Fachbereich sowie die/ der Bewerber/in auf der anderen Seite teilnehmen.

Die Mitarbeiter im Personalservice haben mit dieser Methode bereits gute Erfahrungen gesammelt und freuen sich, auch trotz Corona-Krise neue Mitarbeiter gewinnen zu können.

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