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16.12.2020 Update Corona Landkreis Miesbach - Neue Grafik: Relative Betroffenheit an Ausbreitung des Virus nach Gemeinden

Im Landkreis Miesbach gibt es heute, am 16.12.2020, um 16 Uhr, 265 „aktive“ Corona-Fälle, also 265 Personen, die wegen eines positiven Polymerase-Chain-Reaction (PCR)-Tests derzeit unter Quarantäne stehen. Wie sich diese Fälle auf die Gemeinden verteilen, wird wochentags vom Landratsamt veröffentlicht. Jedoch können die absoluten Zahlen oft irreführend sein: 50 positiv Getestete in Holzkirchen (16.750 Einwohner), der größten Kommune des Landkreises, wirken sich anders aus als 50 positiv Getestete in Bayrischzell (1.608 Einwohner), der kleinsten Gemeinde.

Mit dem Programm, dass der Verein FabLab Oberland für das Landratsamt zur Auswertung der Corona-Zahlen geschrieben hat, ist genau das möglich: die Veranschaulichung der relativen Betroffenheit an der Ausbreitung des Virus nach Gemeinden. Hierzu wird die absolute Anzahl an positiv Getesteten für jede Gemeinde in Relation zur Einwohnerzahl gesetzt. Die Anzahl der positiv Getesteten stammt – selbstverständlich anonymisiert! – vom Gesundheitsamt, die Einwohnerzahl vom Statistischen Landesamt.

Für die Interpretation der Zahlen ist zu beachten: Es handelt sich um eine reine Momentaufnahme vom 16.12.2020. Die Grafik ist also nicht dazu geeignet, eine Aussage zu treffen, ob eine Gemeinde seit Beginn der Pandemie besonders von der Ausbreitung des Virus betroffen ist. Die Grafik ist auch nicht dazu geeignet, einzelne Gemeinden zu stigmatisieren: Nur, weil eine Gemeinde bei dieser Momentaufnahme besonders gut oder schlecht abschneidet, bedeutet dies nicht, dass sich die Gemeindebewohner besonders gut oder schlecht an die Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung halten.

Die Farbskala der Grafik reicht von blau zu rot. Je rötlicher, desto höher ist die Betroffenheit. Am meisten von der relativen Ausbreitung des Virus ist also aktuell Hausham betroffen, gefolgt von Otterfing, Holzkirchen und Valley. Am wenigsten betroffen sind derzeit Bad Wiessee und Bayrischzell.

Grundsätzlich gibt es mehrere Infektionscluster im Landkreis, also Infektionsketten, die auf eine zusammenhängende Gruppe von Personen zurückzuführen sind, beispielsweise Familienmitglieder oder Arbeitskollegen. Die überwiegende Mehrheit der Infizierten kann jedoch keinem größeren Cluster zugeordnet werden. Das Gesundheitsamt spricht daher von einer „diffusen Infektionslage“.

Über die aktiven Fälle hinaus befinden sich ca. 600 Personen als Kontaktpersonen in Quarantäne.

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Gestern ist eine weitere Person im Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorben. Leider wurden vom Gesundheitsamt durch einen Übertragungsfehler zwei zusätzliche verstorbene Personen gemeldet. Die bei LGL und RKI angegebene Zahl von 14 Verstorbenen im Zusammenhang mit dem Coronavirus stimmt also leider nicht. Das Gesundheitsamt versucht, die Falschmeldung zu beheben.

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Die aktuellen Infektionszahlen sind wie immer der Randspalte zu entnehmen.

Sophie Stadler, Leitung Büro Landrat & Pressesprecherin