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16.03.2021 Update Corona Landkreis Miesbach - Was bedeutet der Ausfall von AstraZeneca für den Landkreis?

Der vorläufige Stopp des Impfstoffs AstraZeneca hat auch Auswirkungen auf die Impfungen im Landkreis Miesbach. Im Gegensatz zu Meldungen aus anderen Landkreisen wurde AstraZeneca in unserem Landkreis bisher extrem gut von der Bevölkerung angenommen. Die Zulassung des Impfstoffes für Personen über 64 Jahren hat die Impfungen der gerade bei den älteren Mitbürgern beschleunigt.

Von dem sofortigen Impfstopp erfuhr das Team des Impfzentrums aus der Online-Presse. Eine offizielle Meldung erreichte das Impfzentrum erst einige Zeit später. Dennoch wurden sofort alle notwendigen Schritte in die Wege geleitet, die Impfwilligen mit Terminen und die Bevölkerung zu informieren. Am gestrigen Montag waren sowieso keine Termine mit AstraZeneca geplant. Noch am Abend wurden über die Software alle 77 Termine für den heutigen Dienstag, sowie alle Termine für die folgenden Tage abgesagt.

Die für diese Woche angekündigten 550 Dosen AstraZeneca konnten aus logistischen Gründen nicht storniert werden. Da AstraZeneca eine Haltbarkeit von 6 Monaten aufweist, können die Violen aber eingelagert werden.

Wir möchten Ihnen im Folgenden, die wichtigsten Fragen zur Unterbrechung der Impfung mit AstraZeneca beantworten:

 

  • Sie haben einen Termin für die Erstimpfung mit AstraZeneca. Was passiert mit dem Termin?

ALLE geplanten Termine mit dem Impfstoff AstraZeneca wurden noch am Montagabend über die offizielle Software storniert. Die Impflinge haben eine direkte Info per Email erhalten.Die betroffenen Bürgerinnen und Bürger bekommen von der Software einen neuen Terminvorschlag zugesandt, wenn Impfstoff verfügbar ist. Das Impfzentrum kann keine Auskünfte zum Zeitraum geben.  Seitens der Regierung gibt es noch keine Informationen, ob der Impfstoff durch einen anderen ersetzt wird oder wie weiter zu verfahren ist. Das Team des Impfzentrums hätte den Impfstoff für die bestehenden Termine gerne durch einen anderen ersetzt. Da aber immer noch sehr wenig Impfstoff zur Verfügung steht, ist dies leider nicht möglich gewesen.

 

  • Sie haben einen Termin für die Zweitimpfung mit AstraZeneca erhalten. Was passiert mit dem Termin?

Derzeit impft das Impfzentrum kein AstraZeneca. Eine Kombination von Impfstoffen ist nach jetzigem Informationsstand nicht zulässig. Alle Termine für diese Woche wurden storniert. Zu allen weiteren Terminen können wir Stand heute keine Aussage treffen. Noch in dieser Woche soll es Beratungen der obigen Behörden geben, wie weiter zu verfahren ist. Wir werden entsprechend informieren, sobald neue Erkenntnisse vorliegen.

 

  • Beinflusst der Ausfall von AstraZeneca den Impf-Zeitplan des Landkreises?

Jeder der bisher zugelassenen Impfstoffe ist ein wichtiger Teil im Kampf gegen die Pandemie. Da die Impfstoffe nach wie vor nur in begrenzten Mengen verfügbar sind, bedeutet jeder Ausfall eine Verzögerung. Die Zulassung von AstraZeneca für Personen über 64 Jahre hatte den Impffortschritt der höchsten Risikogruppe beschleunigt. Das Team des Impfzentrums hofft auf rasche Entscheidungen und Lösungsvorschläge der obigen Behörden, damit möglichst vielen Impfwilligen bald ein Terminangebot unterbreitet werden kann. Ob das Ziel des Landkreises, bis Ende März allen Impfwilligen aus der Gruppe der über 80-Jährigen ein Impfangebot gemacht zu haben, durch den Ausfall des Impfstoffes eingehalten werden kann, hängt von den Ersatzlieferungen ab. Etwas über 60 % der über-80-Jährigen wurden bereits geimpft.

  • AstraZeneca auf eigene Verantwortung?

Das Team des Impfzentrums wurde vielfach angefragt, ob man sich AstraZeneca auf eigene Verantwortungen impfen lassen kann. Nein. Bei der vorübergehenden Unterbrechung der Impfung mit AstraZeneca handelt es sich um eine Anordnung der Bundesregierung. Dazu gibt es keine Ausnahmen.

 

  • Sie haben Ihre Erstimpfung mit AstraZeneca erhalten. Müssen Sie Bedenken haben?

Der Impfstoff bietet bereits nach der Erstimpfung einen guten Schutz vor schweren Verläufen von COVID-19.Wenn die bekannten Nebenwirkungen rasch abgeklungen sind, besteht kein Grund zur Sorge.Haben Sie mehr als vier Tage nach der Impfung zunehmendes Unwohlsein zu verzeichnen z.B. mit starken und anhaltenden Kopfschmerzen oder punktförmigen Hautblutungen, sollten Sie sich unverzüglich in ärztliche Behandlung begeben.

Die Lage ist und bleibt dynamisch. Die Impfungen sind ein wichtiger Teil der Gesamtstrategie der Bundesregierung und das Impfzentrum und alle Beteiligten hoffen auf schnelle Lösungsvorschläge zu Bewältigung der Krise.