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Neue Höranlage im Landratsamt

Im Landratsamt Miesbach steht nun eine neue mobile Höranlage zur Verfügung. Menschen mit Hörproblemen können diese nutzen und damit besser an Veranstaltungen teilnehmen. Die Anlage wurde ermöglicht durch eine Zahlung der Gabriele-Oemisch-Stiftung.

„Hören und Sehen sind wohl die wichtigsten Sinneseindrücke“, sagte Landrat Wolfgang Rzehak bei der Vorstellung der Anlage, „wenn dies nur eingeschränkt oder gar nicht möglich ist, fühlen sich Menschen schnell isoliert. Wir freuen uns daher sehr, dass wir mit dieser neuen Anlage einen kleinen Beitrag leisten können, dass Alle so gut wie möglich am Gesellschaftsleben teilhaben können!“

Die neue Anlage stellte die Hörgeräteakustikermeisterin Annette Ochs von der Firma Hörwelten Ochs aus Hausham vor. Sie demonstrierte die Anwendung zusammen mit dem Behindertenbeauftragten des Landkreises, Anton Grafwallner. Dieser hatte schon bei der Auswahl der besten Anlage mitgeholfen. Die Anschaffung einer Hörschleife war im Sozialbeirat beraten und dann in der Jahressitzung der Senioren- und Behindertenbeauftragten getestet worden.

Die Geräte werden beim Bürgerservice im Landratsamt verwahrt. Die Aufbewahrungskiste ist gleichzeitig die Ladestation. Von dort kann die Anlage dann ausgeliehen werden. Die Nutzung ist sehr einfach und intuitiv: Der oder die Vortragende hat ein Mikrofon, welches auch umgehängt werden kann. Die Nutzer der Höranlage hängen dann eine Induktionsschleife um. Die ganze Ausstattung ist zehn Mal vorhanden, bis zu zehn Personen können die Anlage also gleichzeitig nutzen.

Bis zu zehn Nutzer gleichzeitig

Die Schleife erzeugt ein Magnetfeld, keine Sendestrahlen. Das System ist daher sogar für die Träger von Herzschrittmachern unbedenklich. Die Nutzer können dann bereitgestellte Kopfhörer verwenden oder bei passender „Klinke“ eigene mitbringen. Die Höranlage kann mit oder ohne Hörgerät genutzt werden.

In manchen Räumen sind Induktionsschleifen aber auch schon verbaut worden. Der Behindertenbeauftragte Anton Grafwallner wies daraufhin, dass dies bereits der Fall sei, etwa im Gymnasium Holzkirchen in der Aula oder in der Realschule und Grundschule in Gmund. Grafwallner wünschte sich vom Sachaufwandsträger eine bessere Beschilderung, wo diese Schleifen schon vorhanden sind.

Die Anlage soll nicht nur den Besucherinnen und Besuchern des Landratsamtes Miesbach zu Gute kommen. Auch die Verwaltungen der Städte, Märkte und Gemeinden können die neue Anlage gegen eine geringe Kaution nutzen.

Ihren ersten Einsatz wird die Anlage auch gleich bekommen: Zu dem Tagesseminar zur Inklusion – am Dienstag, 26. März 2019 von 9:00 bis 17:00 Uhr im Landratsamt – haben sich bereits die ersten Nutzer angemeldet.