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15.04.2021 Update Corona Landkreis Miesbach - Keine Corona-Toten mehr in Pflegeeinrichtungen seit zwei Monaten

Das Landratsamt Miesbach veröffentlicht in regelmäßigen Abständen Informationen zu Landkreisbürgern, die im Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorben sind. Da wir ein sehr kleiner Landkreis sind, verzichten wir bewusst darauf, bei jedem zusätzlichen Verstorbenen Informationen herauszugeben – es wäre zu naheliegend, z.B. mit Todesanzeigen Rückschlüsse auf einzelne Personen zu ziehen. Das können und wollen wir datenschutzrechtlich nicht, auch wenn das Landratsamt regelmäßig Anfragen besonders besorgter Bürger erreichen, die bestenfalls Name und Adresse der Verstorbenen verlangen, um selbst zu überprüfen, ob diese wirklich im Zusammenhang mit dem Virus verstorben sind.

Als Corona-Toter zählt, wer mit oder am Virus verstirbt. Diese Zählweise ist vom RKI so vorgegeben. Es lässt sich trefflich darüber streiten, ob diese Zählweise geeignet ist, aber sie ist nun mal aktueller Stand der Wissenschaft.

Im Landkreis sind bisher 64 Personen im Zusammenhang mit dem Virus verstorben. Die Verteilung nach Alter und Geschlecht der Verstorbenen bestätigt die Erkenntnisse des RKI-Dashboards, nämlich, dass etwas mehr Frauen als Männer verstorben sind und dass die meisten Todesfälle in der Gruppe der Über-80-Jährigen sind.

Besonders positiv hervorzuheben ist, dass seit Mitte Februar kein einziger Bewohner einer Pflegeeinrichtung in Zusammenhang mit dem Virus verstorben ist. Zwischen 27.12.2020 und 11.02.2021 wurden alle impfwilligen Bewohner und Mitarbeiter der zehn stationären Pflegeeinrichtungen zweimal geimpft (einzelne Nachzügler wurden auch später noch geimpft). In den Einrichtungen entschieden sich teilweise bis zu 90 % aller Bewohner für eine Impfung. Nachdem der vollständige Impfschutz gegeben war, also sieben Tage nach der zweiten Impfung, ist kein Bewohner mehr im Zusammenhang mit dem Virus verstorben. Es kam auch, abgesehen von einigen wenigen Einzelfällen, zu keinem größeren Corona-Ausbruch mehr in den Einrichtungen.

Diese Informationen lassen vorsichtig hoffen, dass die Impfungen einen wesentlichen Teil zur Entspannung der Lage in den Pflegeeinrichtungen beitragen.

Zu spät kam die Impfung bekanntermaßen für elf Bewohner von zwei Pflegeeinrichtungen im Tegernseer Tal im Januar und Februar. Sieben von ihnen wurden kurz zuvor geimpft, hatten sich jedoch bereits vor der Impfung mit dem Virus infiziert (Impfung während Inkubationszeit). Hier haben wir alle Infos dazu zusammengefasst.