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26.04.2021 Update Corona Landkreis Miesbach - Infektionscluster in Asylunterkünften und Kinderbetreuung - Sonder-Impfaktion erfolgreich - Neue Regeln für Einzelhandel durch Bundesnotbremse

In den vergangenen Tagen hat sich einiges getan rund um das Infektionsgeschehen im Landkreis: Die Bewohner zweier größerer Asylunterkünfte stehen unter Quarantäne, zudem gibt es ein größeres Infektionscluster im Bereich der Kinderbetreuung. Die Zahlen treiben diese Cluster aber (noch) nicht in die Höhe: Die überwiegende Mehrheit der Fälle geht nach wie vor auf Infektionen in Familienverbänden zurück.

  • Infektionsgeschehen in zwei Asylunterkünften

In einer Asylunterkunft in Valley stehen 30 Bewohner unter Quarantäne, nachdem ein Bewohner positiv auf das Virus getestet wurde. Die infizierte Person verbringt die Quarantäne außerhalb der Einrichtung in einer für diesen Zweck vorgesehenen Wohnung. Auch die 34 Bewohner einer Asylunterkunft in Otterfing müssen unter Quarantäne. Hier verbringen zwei Bewohner ihre Quarantäne in einer anderen Wohnung. Diese Einrichtung steht bereits zum vierten Mal seit Beginn der Pandemie unter Quarantäne. Aktuell laufen die Nachtestungen in beiden Einrichtungen, von deren Ergebnis die weitere Quarantäne-Dauer abhängig ist. Durch am Freitagnachmittag aufgestellte Bauzäune ist es den Bewohnern in beiden Einrichtungen möglich, sich im Freien aufzuhalten.

  • Infektionsgeschehen in der Kinderbetreuung

Im Nordlandkreis gibt es ein großes Cluster rund um die Kinderbetreuung. Mehrere Kinder haben sich unwissentlich untereinander angesteckt und das Virus in die Familien getragen, sodass nun durch Geschwisterkinder mehrere Einrichtungen betroffen sind. Das Cluster umfasst bisher mindestens 15 positiv getestete Personen. Mit Folgeinfektionen ist zu rechnen. Die Querverbindungen zwischen den Fällen und Einrichtungen sind nicht mehr lückenlos durch das Contact Tracing Team nachzuvollziehen. Das Gesundheitsamt bittet daher alle Landkreis-Bürger, insbesondere aber die im Nordlandkreis, auf das umfassende, kostenlose Schnelltestangebot im Landkreis einzugehen. So wurden beispielsweise über www.reihentestung.de schon 7.006 Schnelltests an 34 Teststationen durchgeführt. Täglich werden neue Teststationen angeschlossen.

  • Sonder-Impf-Aktion am Wochenende

Die Sonder-Impf-Aktion am vergangenen Wochenende in der Mittelschule in Holzkirchen war ein voller Erfolg: 1.986 Dosen AstraZeneca wurden an den drei Tagen verimpft. Die übrigen 14 Dosen werden für Zweitimpfungen im Impfzentrum verwendet. Das Impfteam erreicht sehr viele positive Rückmeldungen zur Organisation und Abwicklung der Sonderaktion. Das Impfzentrum hat sich daher noch am Wochenende um weitere „Sonder-Rationen“ Impfstoff bemüht. Leider erteilte die Regierung von Oberbayern der Anfrage eine Absage. Das Team bleibt jedoch weiter dran und wird künftige „Sonder-Rationen“ unverzüglich annehmen und, sobald verfügbar, mittels weiterer Sonderaktion an die Landkreisbürger verteilen.

  • Neue Regeln durch Bundesnotbremse

Am Samstag hat das Gesundheitsministerium Informationen zu den Neuerungen durch die Bundesnotbremse bekanntgegeben. Das Landkreis-Dashboard konnte dadurch heute wieder aktualisiert werden. Größte Änderung ist, dass ab dem morgigen Dienstag für alle Geschäfte, die nicht zum erweiterten täglichen Bedarf gehören, nur noch „Click & Collect“ erlaubt ist, weil die 7-Tages-Inzidenz mehr als drei Tage in Folge über 150 lag. Diese dreimalige Überschreitung muss das Landratsamt wieder amtlich bekanntmachen. Im Detail bedeutet das:

„Die Öffnung von Ladengeschäften mit Kundenverkehr für Handels-, Dienstleistungs- und Handwerksbetriebe ist – abgesehen von Lebensmittelhandel inklusive Direktvermarktung, Lieferdiensten, Getränkemärkten, Reformhäusern, Babyfachmärkten, Apotheken, Sanitätshäusern, Drogerien, Optikern, Hörgeräteakustikern, Tankstellen, Kfz-Werkstätten, Fahrradwerkstätten, Banken und Sparkassen, Versicherungsbüros, Pfandleihhäusern, Filialen des Brief- und Versandhandels, Reinigungen und Waschsalons, Verkauf von Presseartikeln, Tierbedarf und Futtermitteln sowie der Großhandel - untersagt. Die Abholung vorbestellter Waren in Ladengeschäften (Click & Collect) ist zulässig.“