Seiteninhalt

26.05.2021 Update Corona Landkreis Miesbach - Landkreis stellt Antrag auf Öffnungen ab Samstag

Jeder Tag zählt – Landrat, SMG, ATS und TTT setzen sich bei Gesundheitsminister Holetschek für schnellere Öffnungsperspektive ein

Landrat Olaf von Löwis organisierte kurzfristig ein Gespräch mit dem Bayerischen Gesundheitsminister Klaus Holetschek, an dem der Geschäftsführer der Tegernseer Tal Tourismus, Christian Kausch sowie Vorstand der Alpenregion Tegernsee Schliersee, Harald Gmeiner und Geschäftsführer der Standortmarketinggesellschaft, Alexander Schmid teilnahmen. Gemeinsam wiesen die Teilnehmer auf die schwierige Situation der touristischen Betriebe im Landkreis Miesbach hin. Insbesondere die nach wie vor bestehende Perspektivlosigkeit im weiteren Jahresverlauf, vor allem in Verbindung mit Personal und Materialeinkauf war Thema des Gesprächs, aber auch die klare Forderung nach mehr Impfstoff. Dabei war den Teilnehmern klar, dass es nicht um eine kurzfristige Bevorteilung gehen kann, sondern um allgemein gültige Lösungen für die gesamte Branche, um diese nicht weiter zu gefährden.

Antrag auf Öffnungen ab Samstag gestellt

Auf Gespräche folgen Taten. Im Auftrag von Landrat Olaf von Löwis stellt das Landratsamt noch am Dienstag den Antrag bei der Regierung von Oberbayern, für Lockerungen gemäß §27 bereits ab Samstag, 29. Mai. Dies würde unter anderen die Öffnung der Außengastronomie sowie der Seilbahnen und der Seenschifffahrt bereits ab kommenden Samstag ermöglichen.

Die Antwort der Regierung steht derzeit noch aus. Es ist bis spätestens Freitag mit einer Antwort zu rechnen. Sobald das Landratsamt Kenntnis über die Entscheidung hat, wird diese unter anderem auf der Landkreis Website kommuniziert.

Priorisierung angepasst – Angestellte in der Gastronomie jetzt Prio 3

Angestellte der Gastronomie sind jetzt der Prioritätsstufe 3 zuzuordnen. Die betreffenden Personen können sich unter Angabe ihrer Daten im Onlineportal www.impfzentren.bayern unter dem Oberbegriff „Ich habe eine besondere Kontaktsituation“ mit dem Punkt „Beschäftigt in Gastronomie oder Gastgewerbe“ anmelden und erhalten sodann einen ihrer individuellen Priorisierung entsprechenden Termin für eine Schutzimpfung, sobald Impfstoff im Impfzentrum zur Verfügung steht.Es erfolgt keine automatische Anpassung im System.Daher müssen alle bereits registrierten Personen die dem Bereich „Beschäftigt in der Gastronomie“ ihr Benutzerkonto eigenständig aktualisieren.

Auch Kaminhandwerker werden nach § 4 Abs. 1 Nr. 4 b) Coronavirus-Impfverordnung priorisiert. Hiernach sind Personen, die in besonders relevanter Position in den Verwaltungen tätig sind, in die Gruppe der erhöhten Priorität (Gruppe 3) einzustufen. Bevollmächtigte Kaminkehrer gem. § 8 Schornsteinfeger-Handwerksgesetz üben hoheitliche Tätigkeiten aus und sind als sog. „Beliehene“ Teil der Verwaltung. Die Kaminkehrer können sich unter Angabe ihrer Daten im Onlineportal www.impfzentren.bayern unter dem Oberbegriff „Ich arbeite in Einrichtungen zur Aufrechterhaltung des öffentlichen Lebens“ mit dem Punkt „Verfassungsorgane / Regierung / Verwaltung / Justiz“ anmelden und erhalten sodann einen ihrer individuellen Priorisierung entsprechenden Termin für eine Schutzimpfung. Die Einordnung in die dritte Priorisierungsgruppe erfolgt nur, wenn sie zusätzlich bestätigen, „in leitender bzw. besonders relevanter Position in einer der o.g. Tätigkeiten“ tätig zu sein. Ein entsprechender Nachweis ist bei der Impfung vorzulegen.

45,08 % der Landkreisbevölkerung bereits geimpft

Der Impffortschritt kann sich trotz der derzeitigen schlechten Verfügbarkeit der Impfstoffe sehen lassen 45.083 Erstimpfungen und davon bereits 14.698 Zweitimpfungen wurden im Impfzentrum und bei den Hausärzten bereits getätigt.

Impfstoff nur für Zweitimpfungen

Weiterhin steht dem Impfzentrum nur Impfstoff für Zweitimpfungen zur Verfügung. Angekündigt sind Lieferungen von 440 Dosen Moderna, 200 Dosen AstraZeneca und 1883 Dosen BioNTech.

Genesene erhalten eine Impfdose

Genesene Personen können frühestens 6 Monate nach Ihrer Infektion eine Schutzimpfung gegen das Coronavirus erhalten. Genesene Personen, bei denen die Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 länger als sechs Monate zurückliegt, und die eine singuläre Impfdosis gegen COVID-19 erhalten haben, werden vollständig geimpften Personen gleichgestellt. Der Nachweis kann durch Vorlage eines länger als sechs Monate zurückliegenden positiven PCR-Tests in Verbindung mit der Vorlage des Impfnachweises, aus dem die singuläre Impfung hervorgeht, erfolgen. Einer mindestens 14-tägigen Wartezeit bedarf es hier aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse im Gegensatz zu den bislang nicht an dem Coronavirus SARS-CoV-2 erkrankten, vollständig geimpften Personen nicht. Diese Personen müssen sowohl einen Nachweis ihrer Genesung nach früherer Infektion als auch einen Nachweis ihrer Impfung vorweisen. Das Impfzentrum kann den entsprechenden Vermerk bei der Impfung im Impfpass vornehmen, wenn die Unterlagen mitgebracht werden.

Testmöglichkeiten mittels PoC-Schnelltest für Urlauber

Die Testung im Rahmen der Bürgertestung, ausschließlich mittels PoC-Antigentest, stehen allen Personen offen, die in asymptomatisch und körperlich in der Teststelle anwesend sind. Voraussetzungen an einen bestimmten gewöhnlichen Aufenthalt oder ähnliches bestehen nicht. Das gut ausgebaute Testnetzwerk für PoC-Antigentests im Landkreis, ermöglicht jedem Schnelltests ohne Einschränkungen bei der Testhäufigkeit.

Beherbergungsbetriebe können Teststelle werden

Die Antragsstellung für beauftragte Schnellteststationen wurde vom StmGP angepasst. Dafür müssen sich potenzielle Betreiber zunächst auf der Homepage des StMGP registrieren (Link: https://www.stmgp.bayern.de/coronavirus/massnahmen/#bayerische-teststrategie). Anschließend ist ein individuelles Hygiene- und Testkonzept an das zuständige Gesundheitsamt zu übermittelt. Erst nach Überprüfung und Freigabe des Konzepts ist die Beauftragung abgeschlossen und die Durchführung von Schnelltests zulässig. Unter vorstehendem Link findet man weitere Informationen. Die Abrechnung erfolgt gem. § 7 Abs. 1 und 3 TestV über die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns. Beherbergungsbetriebe können selbst Teststelle für Bürgertestungen gem. § 4a TestV werden, wenn die Anforderungen an den Infektionsschutz und den Arbeitsschutz eingehalten werden