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21.06.2021 Update Corona Landkreis Miesbach - Cluster im nördlichen Landkreis lässt Inzidenz steigen

Wie stellt sich das aktuelle Infektionsgeschehen im Landkreis dar?

Es ist sehr erfreulich, dass die täglichen Neuinfektionen in der letzten Woche sehr gering waren. Auffällig ist ein sprunghafter Anstieg der Neuinfektionen am Freitag (10 Neuinfektionen) und Samstag (7 Neuinfektionen). Ausschlaggebend dafür ist die unwissentliche Verbreitung der Alpha-Variante bei einer größeren Zusammenkunft im privaten Bereich im nördlichen Landkreis. Daraus entwickelte sich ein komplexes Cluster mit überregionalen Auswirkungen. Darüber hinaus befindet sich eine Kindergartengruppe im südlichen Landkreis derzeit aufgrund einer infizierten Person in Quarantäne.

Folglich stieg die 7-Tage Inzidenz für den Landkreis Miesbach laut RKI auf 24. Im deutschlandweiten Vergleich hat der Landkreis Miesbach heute die neunt höchste Inzidenz.

Es ist uns ein Anliegen weiterhin transparent und ausführlich über das Infektionsgeschehen im Landkreis zu berichten. Aufgrund des ansonsten sehr niedrigen Infektionsgeschehens ist es ein Leichtes, Rückschlüsse auf einzelne Personen zu ziehen. Daher muss auf weitere Informationen zu den aktuellen Fällen verzichtet werden.

Die spontan steigenden Neuinfektionen zeigen, dass es weiterhin wichtig ist, Vorsicht walten zu lassen, um dem Virus so wenig Chancen wie möglich zu bieten, sich auszubreiten.

Erstimpfungen im Impfzentrum ab kommender Woche in überschaubarer Zahl möglich

51,28 % der Landkreisbürger haben bereits mindestens die erste Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Ab 29.06.2021 sollen auch im Impfzentrum wieder Erstimpfungen getätigt werden können. Bestätigt wurde für diese Woche die Lieferung von 2.412 Impfdosen BioNTech sowie 800 Impfdosen Moderna. Ab dieser Woche erhält das Impfzentrum auch den Impfstoff von Johnson & Johnson in Form von 50 Dosen. Die Terminvergabe erfolgt wie gewohnt, direkt über die Software BayImco.

Impfung von Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren

Die STIKO spricht nach der Zulassung für Comirnaty für 12-15-Jährige nun eine gemeinsame Empfehlung für die Altersgruppe der 12-17-jährigen Kinder und Jugendlichen aus. Bei Kindern und Jugendlichen mit speziellen Vorerkrankungen empfiehlt die STIKO eine Impfung mit dem mRNA-Impfstoff Comirnaty (BioNTech/Pfizer). Der Einsatz von Comirnaty bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 12-17 Jahren ohne Vorerkrankungen wird derzeit nicht allgemein empfohlen, ist aber nach ärztlicher Aufklärung und bei individuellem Wunsch und Risikoakzeptanz des Kindes oder Jugendlichen bzw. derSorgeberechtigten durch den Haus- bzw. Kinderarzt möglich. Im Ausnahmefall, wenn z.B. der eigene Kinderarzt gar nicht impft, kann die Impfung auch im Impfzentrum erfolgen. Anders als bei Schwangeren, wo es zwingend eines Impfempfehlungsschreiben des Haus- oder Facharztes mit Risikoabwägung bedarf, damit die Impfung im Impfzentrum erfolgen kann, braucht es eines solchen Schreibens bei 12-17 Jährigen nicht.  Eine berufliche Indikation aufgrund eines arbeitsbedingt erhöhten Expositionsrisikos oder eines arbeitsbedingt engen Kontaktes zu vulnerablen Personengruppen besteht auch für Jugendliche entsprechend den beruflichen Impfindikationsgruppen.