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29.06.2021 Wöchentliches Corona Update Landkreis Miesbach - Delta erreicht Landkreis Miesbach

Infektionsgeschehen

Mit einer aktuellen 7-Tage Inzidenz von 10 ist Miesbach im deutschlandweiten Vergleich glücklicherweise nicht mehr unter den Top 10. In der vergangenen Woche wurden jedoch mehrere Cluster im Landkreis bekannt, mit denen es nun erst einmal abzuwarten gilt, ob der zuletzt positive Trend mit wenigen Neuinfektionen beibehalten werden kann.

Cluster

Dem Cluster im Nordlandkreis, welches bei einer privaten Zusammenkunft entstanden ist, werden inzwischen 12 infizierte Personen in unserem Landkreis zugeordnet. Ein weiteres Cluster einer Kindergartengruppe im südlichen Landkreis hat Stand heute keine weiteren Infektionen verursacht und fällt damit dieser Tage aus der Berechnung heraus. Ein weiteres Ausbruchsgeschehen ergab sich im Zuge eines Sprachkurses. Bisher wurden 3 Personen positiv bestätigt, 20 Personen befinden sich in Quarantäne. Ein neues Cluster betrifft mehrere heilpädagogische Einrichtungen im Landkreis. Eine Person hat sich nachweislich mit der Alpha-Variante infiziert. Bisher wurden 35 enge Kontaktpersonen ermittelt, die sich unverzüglich in Quarantäne begeben haben.

Delta ist da

Zwei Landkreis-Bürger haben sich mit der Delta- (früher Indische) Variante angesteckt. Fünf weitere Sequenzierungen stehen noch aus, bei denen jeweils der dringende Verdacht auf die Virusmutation besteht. Die Fälle und Verdachtsfälle gehören nicht alle zum selben Cluster, haben sich also nicht gegenseitig angesteckt.  

Zur eindeutigen Zuordnung zur Delta-Variante ist eine Sequenzierung notwendig, denn es gibt mehrere Untervarianten der Delta-Variante. Nur die Variante B.1.617.2 wird derzeit als „variant of concern“, also als besorgniserregende Variante geführt. Es gibt weitere Virusvarianten, die zuerst in Indien nachgewiesen wurden. Diese werden aber nur als „variants of interest“ eingeteilt. Wie bei allen neuen Virusvarianten dauert die Sequenzierung bisher leider relativ lang, mitunter bis zu mehrere Wochen. Das LGL berichtet jedoch ganz aktuell, dass künftig eine Methode verwendet wird, mit der eine schnellere Differenzierung möglich ist.

Die Delta-Variante breitet sich derzeit u.a. stark in Großbritannien aus. Die landesweite Inzidenz ist innerhalb kurzer Zeit stark gestiegen. Grund dafür ist, dass die Delta-Variante im Vergleich zu allen anderen Varianten, auch zur Alpha-Variante, noch leichter übertragbar ist (wahrscheinlich bis zu ca. 60 % höhere Infektiosität).

Was bedeutet Delta für den Landkreis?

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie unterscheiden sich erst mal nicht: Per PCR-Test positiv getestete Personen müssen unverzüglich in Quarantäne, enge Kontaktpersonen vorerst ebenso. Bei Kontakt zu einer mit einer Virusvariante infizierten Person müssen auch vollständig Geimpfte und Genesene in Quarantäne.

Bei allem – wirklich riesengroßen – Verständnis, das das Gesundheitsamt für den Wunsch nach Freiheit und Kontakten hat, warnt es trotzdem vor der Ausbreitung der Delta-Variante im Landkreis. Das Gesundheitsamt rät: Bitte weiterhin Vorsicht walten lassen und die AHA-L-Regeln beachten, um eine unkontrollierte Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante im Landkreis zu vermeiden!

Testen

Die Lockerungen schlagen sich auch in der Anzahl der Schnelltests nieder, die im Landkreis durchgeführt werden. Inzwischen werden noch 800 bis 900 Schnelltests täglich über www.reihentestung.de abgewickelt. Zur Spitzenzeit Anfang Juni waren es über 2.000.

Es gibt eine neue Testverordnung des Bundesgesundheitsministeriums. Darin ist der Anspruch auf ein COVID-19-Genesenzertifikat verankert. Zudem werden die Modalitäten für sog. „Leistungserbringer“, also Teststationen, die von Dritten betrieben werden, angepasst. Unter anderem ist die Vergütung von Schnelltests nur noch möglich, wenn eine Anbindung an die Corona-WarnApp gegeben ist. Außerdem sind die Teststellen nun verpflichtet, die Anzahl der täglichen Tests zu melden.

Impfen

Für diese Woche werden 800 Dosen AstraZeneca, 700 Dosen Moderna und 1.830 Dosen BioNTech im Impfzentrum erwartet. Alle Impfwillige können sich auf www.impfzentren.bayern registrieren. Derzeit sind noch ca. 6.000 Impfwillige im Landkreis in BayImco registriert, wobei diese Zahl wenig aussagekräftig ist, weil einige Registrierte mehrfach registriert sind oder schon eine Impfung beim Hausarzt erhalten haben und den Account nicht gelöscht haben.

Digitaler Impfausweis für im Impfzentrum Geimpfte

Personen, die beide Impfungen im Impfzentrum erhalten haben, können sich auf ihrem persönlichen Profil auf www.impfzentren.bayern nun ihren digitalen Impfausweis herunterladen.

BayImco Account bereits gelöscht – Wie kommt man an den digitalen Impfnachweis?

Das Haushamer Impfzentrum bietet einen besonderen Service an: Am Sonntag, 04.07.21, stellt das Impfteam zwischen 12 und 18 Uhr digitale Impfausweise aus – aber nur für Personen, die ihren BayImco-Account nach vollständiger Impfung im Impfzentrum gelöscht haben oder deren Daten falsch erfasst wurden (z.B. Name falsch geschrieben oder ähnliches). Das Angebot gilt nur für diese Personen, alle anderen müssen sich den digitalen Impfnachweis bitte selbstständig über www.impfzentren.bayern herunterladen! Zwingend notwendig sind ein Nachweis der Impfungen (gelber Impfpass) UND ein Ausweisdokument.