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07.09.2021 Wöchentliches Update Corona Landkreis Miesbach - Vorbereitungen für Schulstart laufen

Infektionsgeschehen

Das Infektionsgeschehen im Landkreis weist eine zunehmend dynamische Entwicklung auf. Damit folgt es dem Bundestrend. Wie schon in den vergangenen Wochen sind die meisten Neuinfektionen auf Reiserückkehrer zurückzuführen. Es gibt zahlreiche kleinere, zusammenhängende Fallkonstellationen, wie beispielsweise Familien, deren Mitglieder sich gegenseitig infiziert haben und die zu vergleichsweise hohen Zahlen in einzelnen Gemeinden führen.

Das Cluster rund um eine Pflegeeinrichtung im Tegernseer Tal hat inzwischen gesamt 7 Infektionen bei Bewohnern ergeben. Glücklicherweise blieben alle infizierten Personen bisher von einem schweren Erkrankungsverlauf verschont, zeigen aber teilweise Krankheitssymptome. Der besonders strenge Datenschutz in Bezug auf medizinische Daten verbietet die Bekanntgabe weiterer Details, insbesondere zum Impfstatus der Infizierten. Das Pandemiemanagement der Einrichtungsleitung und der Mitarbeiter ist trotz der herausfordernden Situation für alle Beteiligten sehr gut.

Kleinere Ausbruchsgestehen in zwei unterschiedlichen Betrieben, einmal im Nord- und einmal im Südlandkreises, tragen mit Infektionen im einstelligen Bereich minimal zum Infektionsgeschehen bei.

Eine weitere Person ist im Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorben. Es handelt sich um eine hochbetagte Frau. Die Zahl der im Zusammenhang mit einer Covid-Infektion Verstorbenen steigt damit auf 84.

Impfen

Das Impfbus-Team impfte vergangene Woche 237 Personen (wurden 65 Impfungen am Mittwoch, 29 am Donnerstag, 72 am Freitag, 41 am Samstag und 30 am Sonntag). Am Krankenhaus in Agatharied nutzten 96 Personen die Möglichkeit, sich impfen zu lassen. Der Drive-In am Landkreis Testzentrum wurde für 55 Impfungen beansprucht. Während der Happy Hour und dem Familientag im Impfzentrum wurden 358 Erst- und Zweitimpfungen in der letzten Woche vorgenommen.

Das mobile Impfteam hat außerdem in der vergangenen Woche mit den Auffrischungsimpfungen in Pflegeeinrichtungen begonnen und dabei bisher 171 Dosen verabreicht. 

Hier sind noch einmal alle Impfangebote im Landkreis Miesbach zusammengefasst:

Haltestellen Impfbus:

  • Mittwoch, 08.09.2021

08:30-12:00 Uhr Holzkirchner Wochenmarkt (Herdergarten)

13:30-17:30 Uhr Café Winkelstüberl Fischbachau

  • Donnerstag, 09.09.2021

08:30-17:30 Uhr Bräustüberl Tegernsee Schloßplatz 1

  • Freitag, 10.09.2021

13:30-17:30 Uhr Standort ist derzeit noch in Abklärung und wird final über www.landkreis-miesbach.de/impfzentrum bekanntgegeben.

  • Samstag, 11.09.2021

08:30-17:30 Uhr Irschenberg FC Bayern Shop

  • Sonntag, 12.09.2021

08:30-17:30 Uhr Wallbergbahn, Wallbergstraße 26 Rottach-Egern

Zudem gibt es nach wie vor folgende (stationäre) Impfangebote:

  • Happy Hour im Impfzentrum (Alte Miesbacher Str. 11 in Hausham), täglich von 17 bis 20 Uhr
  • Jeden Sonntag Familientag im Impfzentrum mit Schwangerenberatung von 15 bis 17 Uhr
  • Impfen im Krankenhaus Agatharied (Norbert-Kerkel-Platz in Hausham) täglich von 14 bis 17 Uhr
  • Impfen im Testzentrum (Drive-In) des Landkreises (Am Zuchtverband 1 in Miesbach), täglich von 11 bis 13 Uhr 
  • Außerdem bieten nach wie vor viele Hausärzte Impf-Sprechstunden an.

Geimpft werden kann bei allen Aktionen jeder Bürger mit gewöhnlichem Aufenthalt in Deutschland oder einer gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung in Deutschland. Es gibt keine Priorisierung mehr. Es ist auch keine Anmeldung oder Registrierung mehr notwendig. Bei allen Angeboten ist weiterhin eine FFP2-Maske zu tragen.

Auffrischungsimpfungen

Bürgerinnen und Bürger, die eine Auffrischungsimpfung wünschen, sollten sich an ihren Hausarzt wenden. Die Hausärzte kennen ihre Patienten sehr gut und bieten dadurch individuelle Beratung, abgestimmt auf den persönlichen Gesundheitsstatus. Bietet der Hausarzt keine Impfung an, kann man auch eines der Angebote des Impfzentrums nutzen.

Auffrischungsimpfungen können nach derzeitigen medizinischen Erkenntnissen frühestens sechs Monate nach der ersten abgeschlossenen Impfserie getätigt werden.

Das Gesundheitsministerium empfiehlt Auffrischungsimpfungen derzeit für folgenden Personenkreis:

  • Personen über 80 Jahre,
  • Hochrisikopatienten (z.B. Bewohner von Pflegeeinrichtungen bzw. fragile Hochbetagte, Immunsupprimierte durch Erkrankung und/oder Medikation, aktive Tumorbehandlung, Organtransplantierte, Stammzell- bzw. Knochenmark-transplantierte [innerhalb von zwei Jahren nach dem Verfahren], fortgeschrittene bzw. unbehandelte HIV-Infektion).

Eine dritte Impfung kann zudem in Erwägung gezogen werden bei

  • Menschen, die beruflich in regelmäßigem Kontakt mit Infektiösen Menschen stehen (ambulante und stationäre Pflege, (zahn-)medizinisches Personal ambulant und stationär, Personal des Rettungsdienstes, mobile Impfteams, pädagogisches Personal, personennahe Dienstleistung…)
  • Personen U80, bei denen krankheits- oder medikationsbedingt eine Immunschwäche vorliegt und von denen anzunehmen ist, dass die Schutzwirkung nach sechs Monaten auch bereits reduziert ist und ein sehr hohes individuelles Risiko für schwere Verläufe bei einer Covid-Infektion besteht
  • Hierbei kann bei o.g. Konstellation nach individueller Abwägung, Beratung und Entscheidung ein Fokus auf der Gruppe der Ü60 liegen. Die abgeschlossene Immunisierung mit mRNA- Impfstoffen sollte aber auch hier länger als sechs Monate zurückliegen.

Auch Personen, die eine vollständige Impfserie mit einem Vektor-Impfstoff erhalten haben, wird im Sinne einer gesundheitlichen Vorsorge eine weitere Impfung ermöglicht:Dies betrifft Personen, die zwei Impfstoffdosen Vaxzevria® von AstraZeneca oder eine Impfstoffdosis Janssen® von Janssen Cilag International/Johnson&Johnson oder die eine Impfstoffdosis eines Vektor-Impfstoffs nach einer nachgewiesenen Infektion mit dem Coronavirus erhalten haben. Dieser Personenkreis erhält seine Impfung ebenso über den niedergelassenen Hausarztmindestens sechs Monate nach vollständigemAbschluss der ersten Impfserie.

Schulen

In Kürze startet in Bayern die Schule wieder. Die aktuelle bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung sieht vorerst nur Präsenzunterricht und keinen Distanz- oder Wechselunterricht mehr vor.

Die Schutzmaßnahmen an den Schulen wurden in folgenden Punkten mit Blick auf den durchgehenden Präsenzunterricht nochmals gestärkt:

  • Bis zum 1. Oktober 2021 gilt eine inzidenzunabhängige Maskenpflicht (medizinische Maske) – auch nach Einnahme des Sitz- bzw. Arbeitsplatzes. Dies soll den besonderen Risiken zum Schuljahresbeginn (z.B. durch Reiserückkehrer) Rechnung tragen. Bis einschließlich Jahrgangsstufe 4 dürfen statt medizinischen Gesichtsmasken auch textile Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Ausnahmeregelungen zur Maskenpflicht an Schulen entnehmen Sie bitte der 14- BayIfSMV §13 Absatz 3.
  • Die von der Staatsregierung angekündigte Ausweitung der Testungen in Schulen zum Schuljahresbeginn erfordert einen enormen logistischen Aufwand und wird derzeit durch das Staatliche Schulamt und das Team Katastrophenschutz organisiert. Seitens der Oberbehörde stehen noch genaue Ausführungsbestimmungen aus. Erst sobald diese vorliegen, können Details hierzu berichtet werden. Was derzeit bekannt ist:
  • In der Grundschulstufe sowie an Förderschulen mit den Schwerpunkten geistige Entwicklung, körperliche und motorische Entwicklung sowie Sehen wird zwei Mal pro Woche ein PCR-Pool-Test („Lollitest“) durchgeführt. Bis die PCR-Pooltests anlaufen, wird drei Mal pro Woche mittels Selbsttest getestet. Der Start für die Pool-Testung wurde seitens des Staatsministeriums für Unterricht und Kultus bewusst nicht auf die ersten Tage des Schuljahres festgesetzt, um den Schulen und Eltern die Möglichkeit einer guten Vorbereitung und Abstimmung zu gewähren.      
  • An den übrigen weiterführenden Schulen bleibt es bei den Selbsttests, die bis auf Weiteres drei Mal pro Woche durchgeführt werden.

Besteht der Wunsch, Kinder ab 12 Jahren gegen das Coronavirus impfen zu lassen, kann dies mit dem behandelnden Kinderarzt / Hausarzt besprochen werden oder das Angebot des Familientages (jeden Sonntag 15-17 Uhr) im Impfzentrum genutzt werden.  Mobile Angebote vor den Schulen werden derzeit in enger Zusammenarbeit zwischen Staatlichem Schulamt und Impfzentrum geplant.

Die Schulen werden Schüler und Eltern informieren, sobald die Planungen spruchreif/abgeschlossen sind. Alle Aktionen des Impfzentrums vor Schulen sind freiwillige, unverbindliche Angebote. Es besteht keine Impfpflicht an Schulen. Impfungen werden nur gemäß den gesetzlichen Vorgaben verabreicht (z.B. Genehmigung des Sorgeberechtigten bei unter 16-jährigen).

Schuleingangsfeier für Schulanfänger

Der erste Schultag – ein unvergessliches Erlebnis für die zahlreichen Schulanfängerinnen und Schulanfänger. Damit dieser Tag angesichts der Corona-Pandemie sicher ablaufen kann, hat das Bayerische Kultusministerium folgende Hinweise veröffentlicht:

  • Für alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 4 gilt die Testpflicht. Die Teilnahme an der Schuleingangsfeier und am Präsenzunterricht ist auch für Erstklässlerinnen und Erstklässler nur mit Nachweis eines negativen Testergebnisses möglich (vgl. § 13 Abs. 2 der 14. BayIfSMV). Der Testnachweis entfällt für asymptomatische Schülerinnen und Schüler, die vollständig geimpft oder genesen sind und einen entsprechenden Nachweis erbringen.
  • Eltern werden gebeten, ihr Kind möglichst schon vor dem 14.09.2021 im Testzentrum bzw. einer Teststation oder bspw. einer Apotheke testen zu lassen und einen gültigen negativen Testnachweis (max. 48 Stunden alter PCR-Test oder max. 24 Stunden alter Antigen-Schnelltest gemäß § 3 Abs. 4 Nr. 1 und 2 der 14. BayIfSMV) am ersten Schultag vorzulegen.
  • Für den Fall, dass kein negativer und noch gültiger Testnachweis vorgelegt wird, müssen die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 1 einen von der Schule gestellten Selbsttest durchführen.
  • Um eine sichere Schuleingangsfeier zu ermöglichen, werden alle teilnehmenden Sorgeberechtigten und andere schulfremde Personen gebeten, vollständig geimpft, genesen oder getestet an der Schuleingangsfeier teilzunehmen.
  • Die Schulleitung legt die Anzahl der möglichen Begleitpersonen pro Erstklässlerin bzw. Erstklässler fest, wobei sie sich an den zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten orientiert.
  • Zum Zweck der Kontaktpersonenermittlung im Fall einer festgestellten Infektion mit dem Coronavirus oder eines Verdachtsfalles dokumentieren die Schulen die Kontaktdaten der anwesenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
  • Auf dem gesamten Schulgelände besteht in Gebäuden und geschlossenen Räumen Maskenpflicht, § 13 Abs. 1 der 14. BaylfSMV. Kinder im Grundschulalter dürfen statt einer medizinischen Gesichtsmaske auch eine textile Mund-Nase-Bedeckung (sog. Alltags- oder Community-Maske) nutzen; das Gesundheitsministerium empfiehlt jedoch auch für sie das Tragen medizinischer Masken (sog. „OP-Masken“), sofern ein enges Anliegen stets gewährleistet ist. Für ältere Kinder und Jugendliche (ab Jahrgangsstufe 5) sowie Erwachsene gilt die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske. Kinder sind bis zum sechsten Geburtstag von der Tragepflicht befreit (vgl. § 2 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 der 14. BayIfSMV).