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07.11.2018

Kampfmittel-Sprengung in Warngau

Der Sprengkopf war nur zirka 30 Zentimeter lang und 15 Zentimeter breit – doch der Knall war gewaltig: In Warngau musste am Dienstagnachmittag eine „Große Panzerfaust-Sprenggranate“ vom Kampfmittelräumdienst gesprengt werden. Kurz zuvor hatte ein Baggerfahrer den Panzerfaustkopf in einer Baugrube am Bajuwarenweg nahe der tiefergelegten B318 entdeckt.

Für die Anwohner war es ein großes Spektakel mit glimpflichem Ausgang: Rund 100 Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und Landratsamt rückten am Dienstagnachmittag mit Dutzenden Einsatzfahrzeugen am Bajuwarenweg in Warngau an. Hier, mitten im Wohngebiet in direkter Nachbarschaft zur Tieferlegung der B318, hatte ein Baggerfahrer am frühen Dienstagnachmittag in der Baugrube einen Panzerfaustkopf aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt.

Das Kampfmittel war auf den ersten Blick recht unscheinbar: 30 Zentimeter lang, 15 Zentimeter Durchmesser, zirka 2,5 Kilogramm schwer. Doch die zirka 1,5 Kilogramm Sprengstoff im Inneren hatten es in sich: Der Kampfmittelräumdienst entschied, den Panzerfaustkopf noch vor Ort zu sprengen. Dazu wurde ein Tank, gefüllt mit 1.000 Litern Wasser, auf das Loch mit dem Kampfmittel gestellt. Dieser sollte den Druck abfedern. Zirka 30 Bewohner der angrenzenden Häuser wurden in Sicherheit gebracht. Um 16:15 Uhr sprengte der Kampfmittelräumdienst den Panzerfaustkopf – inklusive lautem Knall und kurzfristiger Erschütterung.

Kurz darauf konnten die Straßensperren wieder abgebaut und die Bewohner in ihre Häuser zurückgebracht werden. Im Einsatz waren die Feuerwehren Warngau, Wall, Holzkirchen und Hartpenning, Beamte der Polizeiinspektion Holzkirchen, der Rettungsdienst des BRK Kreisverband Miesbach, sowie Mitarbeiter des Fachbereichs „Öffentliche Sicherheit“ am Landratsamt Miesbach. Wegen des erhöhten Koordinierungsbedarfs wurde Kreisbrandrat Anton Riblinger zum Örtlichen Einsatzleiter bestellt und die Unterstützungsgruppen der Örtlichen und Sanitäts-Einsatzleitung alarmiert.