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17.05.2019

Verdacht auf Tuberkulose bestätigt sich nicht

Der Verdacht auf Tuberkulose bei einem Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft in Holzkirchen in der Frühlingstraße hat sich nicht bestätigt. Die Untersuchungen sind abgeschlossen. Der Mann wird die Lungenfachklinik in Gauting vermutlich heute verlassen.

Der Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft der Regierung von Oberbayern war vor einer Woche mit einem Krankentransport in die Klinik eingeliefert worden. Zuvor hatte ein niedergelassener Lungenfacharzt in Bad Tölz einen verdächtigen Befund erhoben.

Dieser Verdacht hat sich nun nach den ausführlichen Untersuchungen in der Klinik nicht bestätigt. Tuberkulose ist eine meldepflichtige Krankheit, die dem Gesundheitsamt angezeigt werden muss. Tuberkulose gilt nicht als hoch-ansteckende Krankheit, sie ist mit Antibiotika gut zu behandeln, sagte eine Medizinerin des Landratsamtes Miesbach.

Die Ansteckung mit Lungentuberkulose erfolgt durch die Atemluft bei engem Gesicht-zu-Gesicht-Kontakt. Personen müssen sich dabei eine hinreichend lange Zeit, mindestens acht Stunden, mit dem Erkrankten in einem engen Kontakt befunden haben, etwa in einem Raum.

Eine Ansteckung durch Flächen oder Gegenstände ist unwahrscheinlich. Die Gemeinschaftsunterkunft in der Frühlingstraße 14 wird von der Regierung von Oberbayern betrieben. In der ehemaligen Polizei-Inspektion sind seit März 2017 Geflüchtete untergebracht.