Seiteninhalt

Ablauf des Asylverfahrens

Zeitlicher Ablauf des Asylverfahrens:

Derzeit werden keine Ayslbewerber auf die Landkreise verteilt. Grundsätzlich besteht aber im Freistaat Bayern ein dreigliedriges Aufnahmesystem:

Erste Station für Asylbewerber im Land sind nach deren Ankunft beispielsweise am Hauptbahnhof München, der Stadt Rosenheim oder Passau die Erstaufnahmeeinrichtungen z.B. in Deggendorf, München oder Zirndorf.

Hier wird der Asylbewerber registriert und auf übertragbare Krankheiten untersucht z. B. mit Hilfe eines Röntgengerätes. Das für das Asylverfahren zuständige Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) unterhält Außenstellen, welche die Asylanträge der Asylbewerber entgegennehmen und sie im Asylverfahren anhören.

Von den Erstaufnahmeeinrichtungen werden die Asylsuchenden und Flüchtlinge auf die Landkreise und Städte nach den entsprechenden Quoten in Gemeinschaftsunterkünften oder sogenannten dezentralen Unterkünften untergebracht.

Organisatorischer Ablauf des Asylverfahrens:

Asyl-Ablauf1

Asylanträge können nur gegenüber dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gestellt werden.

Meldet sich eine Person als Asylsuchender z.B. bei den Grenzbehörden, Ausländerbehörden, Sicherheitsbehörden oder einer Aufnahmeeinrichtung, so wird eine Meldung als Asylsuchender ausgestellt und im Gegenzug die mitgeführten Pass-/Ausweisdokumente einbehalten. Der Asylbewerber muss sich dann unverzüglich in die nächstgelegene Erstaufnahmeeinrichtung begeben.

Zuständig für den Landkreis Miesbach ist die Erstaufnahmeeinrichtung in München. In der Erstaufnahmeeinrichtung München, in der eine Zweigstelle des BAMF angesiedelt ist, stellt er persönlich seinen Asylantrag und wird dann in eine andere Unterkunft (Gemeinschaftsunterkunft oder dezentrale Unterbringung) weitergeleitet.


Im anschließenden Asylverfahren prüft das BAMF, ob dem Antragsteller Schutz zu gewähren ist. Der Ablauf des Asylverfahrens ist im Asylverfahrensgesetz geregelt. Das BAMF erhebt hierbei die persönlichen Daten und führt die vorgeschriebene erkennungsdienstliche Behandlung durch. Der Asylbewerber wird über seine Rechte und Pflichten im Asylverfahren belehrt und erhält für die Durchführung des Verfahrens eine Aufenthaltsgestattung. Zudem wird der Antragsteller persönlich durch das BAMF zu seinen Asylgründen angehört. Das BAMF trifft seine Entscheidung über den Asylantrag anhand aller relevanten Erkenntnisse, insbesondere der Anhörung und der gegebenenfalls weiteren veranlassten Ermittlungen zur Aufklärung des Sachverhalts. In der Entscheidung wird eine Aussage über die Asylanerkennung, die Flüchtlingsanerkennung oder das Vorliegen eines subsidiären Schutzes getroffen.

Diese Entscheidung kann jederzeit verwaltungsgerichtlich überprüft werden. Dem jeweils zugebilligten Schutzstatus schließen sich nationale Aufenthaltserlaubnisse bis hin zu einer unbefristeten Niederlassungserlaubnis in der Zukunft an.

Sollte der Asylbewerber jedoch rechtskräftig abgelehnt worden sein, so hat die Ausländerbehörde ohne eine eigene Entscheidungskompetenz zu veranlassen, dass der Asylbewerber das Bundesgebiet verlässt. Dies ist nicht möglich, wenn Identitätspapiere fehlen oder eine (nachgewiesene) Reiseunfähigkeit vorliegt.