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05.12.2019

Landkreis Miesbach prüft MVV-Beitritt

Wie kann der Landkreis Miesbach dem Münchner Verkehrs- und Tarifverbund MVV beitreten? Ist ein solcher Beitritt verkehrlich und wirtschaftlich sinnvoll? Antworten auf diese Frage soll eine Grundlagenstudie liefert. Die Kosten für diese Studie übernimmt der Freistaat Bayern zu 85 Prozent.

Neben dem Landkreis Miesbach könnten noch sieben andere Landkreise und die Städte Landshut und Rosenheim dem Verbund beitreten. Im bayerischen Verkehrsministerium wurden die Förderbescheide für die Studie übergeben. Der Freistaat investiert rund 7,8 Millionen Euro.

7.784.286 Euro – extra-groß hatte das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr diese Zahl auf ein Schild im Foyer des Ministeriums drucken lassen. Mit dieser Summe fördert das Haus die Grundlagenstudie. Neben dem Landkreis Miesbach könnten noch die Landkreise Bad-Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen, Landsberg am Lech, Landshut, Mühldorf am Inn, Rosenheim, Weilheim-Schongau und die kreisfreien Städte Landshut und Rosenheim beitreten. Falls sich alle dem MVV anschließen, würde sich die Fläche des Tarifgebiets verdoppeln und um eine Million Menschen wachsen. In dem Einzugsgebiet würden dann vier Millionen Menschen wohnen.

Kein Ergebnis gefunden.

Landrat Wolfgang Rzehak begrüßte die Studie: „Ein Beitritt zum MVV ist der Meilenstein für die Verkehrswende im Landkreis Miesbach. Das Fahren mit den öffentlichen Verkehrsmitteln muss preiswerter, einfacher und attraktiver werden. Der Landkreis wird dafür viel Geld in die Hand nehmen, aber das muss uns eine attraktive Alternative zum Autoverkehr wert sein“.

Der bayerische Verkehrsminister Hans Reichhart begrüßte zu dem Termin „zwei Präsidentinnen“, nämlich Landtagspräsidentin Ilse Aigner und Regierungspräsidentin Maria Els. Der Verkehrsminister sagte: „Wir orientieren uns nicht an Landkreisgrenzen oder an Grenzen von Regierungsbezirken. Wir denken in größeren Regionen. Für die Bürgerinnen und Bürger wollen wir Mobilität neugestalten“.

Die Studie ist in zwei Teile gegliedert: Im ersten Teil werden die heutigen Verkehrsströme untersucht. Anbindungen von Bussen sollen verbessert werden, Busse und Züge besser aufeinander abgestimmt werden. Im zweiten Teil sollen Fahrgastdaten erhoben werden – durch Befragungen in Bussen und Zügen.

Ergebnisse liegen in zwei Jahren vor

Bei Verbundintegrationen profitieren die Fahrgäste von abgestimmten Abfahrtszeiten, einheitlichen Tarifen für alle Bussen und Bahnen im Verbund und einheitlichen Fahrgastinformationen. Die Ergebnisse der Studie sollen in etwa zwei Jahren vorliegen. Auch Grundlage dieser Ergebnisse werden die Landkreise dann entscheiden, ob sie dem MVV beitreten wollen.