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04.02.2021 Update Corona Landkreis Miesbach - Erstes Mal "Realbetrieb" im Impfzentrum 

Heute Früh um 9:30 Uhr war es endlich soweit: Das Impfzentrum in Hausham öffnete für die ersten Impfwilligen, die sich über das bayerische Portal „BayIMCO“ (www.impfzentren.bayern) registriert haben, die Pforten. Insgesamt 107 Personen der höchsten Priorisierungsgruppe erhielten heute in zwei Schichten ihre erste Dosis.

Die Auswahl der Impfwilligen erfolgt durch einen automatisierten Algorithmus innerhalb der höchst priorisierten Gruppe, der von der Regierung vorgegeben ist. Berücksichtigt werden Menschen über 80 Jahren, aber auch einige Mitarbeiter von medizinischen Einrichtungen, die regelmäßig Kontakt zu Personen mit sehr hohem Risiko schwerer Corona-Verläufe haben, erhielten heute die erste Dosis.

So läuft der Termin im Zentrum ab: Bürger, die einen Impftermin erhalten haben, weisen sich zum vereinbarten Termin am Empfang des Zentrums aus. Dort wird der Grund für die Priorisierung überprüft, also beispielsweise das Alter auf dem Personalausweis nachgesehen. Dann erhält man Unterlagen zur Aufklärung. Diese kann man sich erst selbst kurz ansehen, bevor man von einem von drei Ärzteteams abgeholt wird. Der Arzt klärt offene Fragen. Danach geht es eine Station weiter, zur eigentlichen Impfung. Diese wird in einem Patientenzimmer direkt in den Muskel des Oberarmes verabreicht. Anschließend steht ein Ruheraum zur Verfügung, in dem man ca. 30 Minuten verweilt, bis das Impfzentrum verlassen werden kann. Den Termin für die Zweitimpfung erhält man bereits bei der Terminbuchung.

Die Mitarbeiter des Impfzentrums sind zufrieden mit dem ersten Tag im „Realbetrieb“: Dank mehrerer Testläufe mit priorisiertem Personal aus den Krankenhäusern im Landkreis waren die Abläufe bereits eingespielt. Es entstanden keine langen Wartezeiten, die Handgriffe saßen.

„Ich bin sehr zufrieden mit dem heutigen Tag. Die Atmosphäre war ruhig und entspannt. Ich hoffe, wir konnten das auch an die Senioren weitergeben, die teilweise recht nervös waren. Alle zusammen waren aber sehr dankbar, einen Termin bekommen zu haben“, sagt Impfzentrumsleiterin Beate Faus.

Leider gab es auch zwei unschöne Vorfälle vor dem Impfzentrum: Eine Person konnte am Empfang nicht ihren gewöhnlichen Aufenthaltsort im Landkreis nachweisen. Sie muss an ihrem Heimatort – in diesem Fall München – geimpft werden. Eine zweite Person hat ohne Termin versucht, sich gewaltsam Zutritt zum Impfzentrum zu verschaffen. Der Sicherheitsdienst musste einschreiten. Leider musste zusätzlich die Polizei gerufen werden, da der Mann auch weiterhin nicht von seinem Vorhaben abzubringen war. Die beiden Impfdosen wurden kurzfristig an andere hochpriorisierte Personen vergeben.

„In diesem Zusammenhang möchte ich noch einmal ganz ausdrücklich darum bitten, wahrheitsgemäße Angaben bei der Registrierung zu machen und auch nicht ohne Termin zum Zentrum zu kommen“, sagt Faus. „Ich weiß, dass viele Menschen verzweifelt auf einen Termin warten, aber auf diese Weise kann man die Terminvergabe keinesfalls beschleunigen.“

Leider ist für die Terminvergabe weiterhin Geduld gefordert. In den kommenden Tagen finden im Zentrum einige Zweitimpfungen statt. Wann es mit den Erstimpfungen weitergehen kann, bleibt weiterhin unklar. Sobald Impfstoff geliefert wird, werden wieder Termine an Personen, die sich über www.impfzentren.bayern registriert haben, vergeben. Senioren, die mit der Online-Registrierung Probleme haben, mögen bitte Verwandte oder Freunde um Hilfe fragen. Der Landkreis plant zudem eine Telefon-Hotline, die bei der Terminvereinbarung unterstützen kann. Das Impfzentrums-Team wartet noch auf ein Update in der Software des Freistaates, die die Einbuchung per Telefon überhaupt erst ermöglicht. Zudem fehlt bekanntermaßen weiterhin der Impfstoff, um überhaupt Termine vergeben zu können.

„Es bleibt uns nichts Anderes übrig, als weiterhin um Geduld zu bitten. Wir sitzen auf heißen Kohlen und sind bereit, durchzustarten, sobald Impfstoff geliefert wird. Jeder Impfwillige, der sich auf www.impfzentren.bayern.de registriert, hat alles richtig gemacht. Nachfragen sind dann nicht nötig. Die Impfwilligen werden automatisch kontaktiert, sobald es Termine gibt“, sagt Faus.

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WICHTIG! Wir erhalten täglich neue Fragen rund um die Impfungen, daher möchten wir Ihnen einige Antworten bereits hier zur Verfügung stellen:

Welche Unterlagen muss ich zum Impftermin mitbringen?

Sie müssen irgendwie nachweisen, wer Sie sind und warum Sie zur ersten, priorisierten Gruppe gehören. Als Nachweis für die Anspruchsberechtigung gelten laut Impfverordung der Personalausweis oder ein anderer Lichtbildausweis. Für Mitarbeiter von Pflege- und anderen stationären oder ambulanten Einrichtungen legen die Einrichtungen bzw. Unternehmen eine Bescheinigung vor, die mitzubringen ist oder Sie bringen einen Arbeitsvertrag mit oder eine sonstige Unterlage, die belegt, dass Sie dort beschäftigt sind. Dasselbe gilt für Personal in Notaufnahmen und im Rettungsdienst.

Werde ich auf das Coronavirus getestet bevor ich geimpft werde?

Nein, eine Testung vor der Impfung ist nicht erforderlich und nicht vorgesehen.

Es fällt mir schwer mich online für die Impfung zu regisitrieren oder ich habe kein Internet. Wer kann mir helfen?

Bitte erkundigen Sie sich bei Verwandten und Bekannten nach Hilfe. Für Seniorinnen und Senioren des Landkreises könnte z.B. auch die Seniorenbeauftragten der jeweiligen Gemeinde eine Anlaufstelle sein.

Wir sind registriert. Ich bitte um eine möglichst baldige Terminbekanntgabe, wenn möglich auch für meine Frau, die bald auch 80 Jahre alt wird.  Dies würde eine einzige und gemeinsame Fahrt zum Impfzentrum ermöglichen. Geht das?

Die Termine werden zentral über das Bayerische Impfportal vergeben. Durch einen Algorithmus wird dort berechnet, wer eingeladen wird. Deshalb kann das Personal vom Impfzentrum weder sehen, wann Sie einen Termin angeboten bekommen, noch, ob Ihre Frau dann ebenfalls einen erhält. Letzteres ist sehr unwahrscheinlich, da Sie anscheinend in unterschiedliche Prioritätengruppen fallen. Leider ist es organisatorisch nicht darstellbar, Ihnen gemeinsame Termine zu geben, selbst wenn Sie beide aus der gleichen Prioritätengruppe kommen! Das System des Freistaats sieht dies schlicht nicht vor.

Morgen ist mein Impftermin, ich fühle mich nicht gut. Soll ich trotzdem kommen?

Nein, bitte kommen Sie nur wenn Sie sich gut fühlen und keine Erkältung oder andere Infekte haben. Der Termin verfällt zwar, Sie werden aber ernuet aufgefordert, einen Termin zu buchen. Dies erfolgt so lange, bis das System erkennt, dass Sie geimpft wurden.

Kann ich mich auf die Impfung vorbereiten?

Ja, Sie können die Dokumente zur Aufklärung, Anamnese und zum Datenschutz bereits unter www.landkreis-miesbach.de/impfzentrum herunterladen, ausdrucken und ausfüllen. Bitte beachten Sie, dass der Aufklärungsbogen vor Ort vom Impfarzt unterschrieben wird. Eine Unterschrift Ihres Hausarztes ist nicht erforderlich.

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Beate Faus, Vanessa Schallmoser und Sophie Stadler