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10.07.2018

Landkreis Miesbach zum Warnsystem des Bundes angemeldet

Es liegt in der Natur der Sache: Katastrophen kommen ohne große Vorankündigung. Es kann ein verheerendes Unwetter, ein Hochwasser oder ein Zugunglück sein. Wichtig ist in jedem Fall, so viele Menschen wie möglich schnell zu informieren. Dazu entwickelte der Bund das Modulare Warnsystem (MoWaS). Es soll aufklären und Bürgerinnen und Bürger bei Zivilschutzlagen warnen. Landrat Wolfgang Rzehak, der stellvertretende Landrat des Landkreises Rosenheim, Josef Huber, und Rosenheims Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer meldeten die Landkreise Miesbach und Rosenheim und die Stadt Rosenheim am Montag in dem System an.

Über die kostenlose Smartphone-App „NINA“ kann sich jeder interessierte über drohende Gefahren in seinem Heimatort oder seiner Region informieren. Die Abkürzung „NINA“ steht für Notfall-Informations- und Nachrichten-App. Sie sorgt für Push-Nachrichten auf Smartphones oder Tablets. Dazu werden Daten von MoWaS und dem Deutschen Wetterdienst eingespeist. So können Bürgerinnen und Bürger informiert werden, wenn beispielsweise eine Veranstaltung wegen drohenden Unwetters abgesagt werden muss. Auch Großbrände, austretende Gefahrenstoffe oder lokale Hochwasserinformationen werden unter anderem von der App gemeldet. Zudem werden allgemeine Verhaltensweisen und eine Checkliste für die Hausapotheke bereitgestellt.

NINA hat damit den Vorteil gegenüber anderen Warn-Apps, dass sie auf alle Arten von Gefahren hinweist. Andere Apps – etwa von der Versicherungswirtschaft oder von kommerziellen Anbietern – tun dies nicht. Ein weiterer Vorteil ist, dass NINA von Behörden betrieben wird und daher damit keine kommerziellen Interessen verbunden sind.

Nach Ende des Kalten Krieges wurde das Zivilschutz-Sirenennetz weitgehend abgebaut. Ein bundesweites Warnsystem mit Weckeffekt, das Bürgerinnen und Bürger jederzeit auf Gefahren aufmerksam macht, steht seitdem nicht mehr zur Verfügung. Das „Modulare Warnsystem“ soll diese Lücke schließen. Warnmeldungen werden durch die Lagezentren von Bund und Ländern, aber auch durch die Katastrophenschutzbehörden in den Landkreisen Miesbach und Rosenheim, in der Stadt Rosenheim, sowie durch die Integrierte Leitstelle Rosenheim erstellt.

Die Katastrophenschutzbehörden in Stadt und Landkreis Rosenheim raten, die App NINA kostenlos herunterzuladen.