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10.07.2018

Landkreis-Salzsilo ist fertig

 Der nächste Winter kann kommen: Das Salzsilo des Landkreises in der Gemeinde Weyarn ist fertig. 340 000 Euro hat der Landkreis dafür investiert, dass der Kreisbauhof weiterhin für sichere Verhältnisse auf schneeglatten Straßen sorgen kann.

Für den Kreisbauhof ist es eine enorme Arbeitserleichterung: Statt mit Lader und Fließband können die Winterdienstfahrzeuge ab dem nächsten Wintereinbruch einfach unter das neue Salzsilo fahren und werden direkt befüllt. „Damit leisten wir einen maßgeblichen Beitrag für die Sicherheit auf unseren schneeglatten Straßen“, sagt Landrat Wolfgang Rzehak.

Noch ist das Silo leer, doch bis zum Wintereinbruch wird der Zylinder mit 600 m3 Auftausalz befüllt. Je nach Rohdichte des Streusalzes entspricht das einem Gewicht von 780 Tonnen Einlagerungsmaterial. Hinzu kommen 46 Tonnen Eigengewicht. 24 Meter ist das Silo insgesamt hoch und hat einen Durchmesser von 7,50 Meter. Kein Wunder also, dass in der Bodenplatte (11x11x1 Meter) 19 Tonnen Stahl zur Sicherung verbaut werden mussten. Eine Ertüchtigung des Stadels, in dem das Streusalz bisher gelagert wurde, lies dessen Statik nicht mehr zu.

340 000 Euro investierte der Landkreis für das Salzsilo. Der Bau ist damit 20 000 Euro teurer als ursprünglich geplant. „Der Boden musste etwas tiefer ausgehoben werden als erwartet, um die Last sicher tragen zu können“, erklärt Teamleiter Peter Kadel, der am Landratsamt Miesbach für den Tief- und Straßenbau und den Bauhof verantwortlich ist.

Seine Mitarbeiter vom Kreisbauhof präparieren im Winter alle Kreisstraßen und freuten sich bei der offiziellen Einweihung sichtlich über die Arbeitserleichterung durch das Salzsilo. „Wenn wir noch schlafen, seid ihr schon lange wach und sorgt dafür, dass unsere Straßen bei Schnee und Kälte sicher sind“, bedankte sich Landrat Wolfgang Rzehak bei den Bauhof-Mitarbeitern. „Ihr leistet einen wichtigen Beitrag dazu, dass unsere Familien uns frühmorgens beruhigt mit dem Auto in die Arbeit schicken können.“

Ursprünglich hätte das Silo schon vor dem letzten Winter in Betrieb gehen sollen, doch die gute Konjunktur im Bausektor verzögerte den Baubeginn, sodass der Beton vor dem ersten Schnee nicht mehr richtig aushärten hätte können. Doch für den nächsten Wintereinbruch ist der Kreisbauhof nun optimal gerüstet.