Wie Sie den Fuchs aus dem Garten bekommen...
Untere Jagdbehörde klärt über falsches Verhalten auf – Räude verstärkt zu verzeichnen
Ortsbereiche werden als Lebensraum für den Fuchs immer attraktiver, da dort vom Komposthaufen, über die Katzenschüssel bis zum Lederschuh ein großes Nahrungsangebot zur Verfügung steht. Die Füchse gewöhnen sich an die Bebauung und verlieren ihre natürlichen Berührungsängste vor dem Menschen und dessen Umgebung. Sie bleiben dann in der Nähe des Menschen, anstatt in der Natur zu jagen. Das dichte Zusammenleben der Füchse innerhalb des Ortes erleichtert die Übertragung der ansteckenden Räudemilben. Zuletzt haben sich Anrufe von Bürgerinnen und Bürgern im Landratsamt Miesbach gehäuft, die über räudige Füchse in Gärten und Siedlungen berichtet haben. Deshalb möchte die Untere Jagdbehörde informieren und über falsches Verhalten aufklären.
Wie bekommt man einen Fuchs aus dem Garten?
- Nahrungsquellen, wie zum Beispiel offenes Hunde- oder Katzenfutter und Fallobst, müssen entfernt werden.
- Mülltonnen sollten verschlossen werden, die Aufstellplätze sollten restefrei sein.
- Lederschuhe oder ähnliche Gegenstände, die den Spieltrieb des Fuchses animieren könnten, sollten nachts von der Terrasse/aus dem Garten weggesperrt werden.
- Hohlräume unter Gartenhäuschen oder andere geeignete Unterschlupfmöglichkeiten sollten verschlossen werden.
- Wird ein Fuchs beim Graben im Garten beobachtet, sollte der Tunnel umgehend zugeschüttet werden.
- Durch übelriechende Mittel (Klostein, Parfüm), Lärm und Unruhe kann ein Fuchs vergrault werden.
- Fuchskot (drei bis acht Zentimeter lang mit weißer Spitze) sollte entsorgt werden, in dem er mit einem Plastiksack aufgenommen wird und in die Mülltonne geworfen wird. Keinesfalls sollte Fuchskot im Komposthaufen oder Biomüll landen.
Sind Füchse für den Menschen gefährlich?
Unsere heimischen Wildtiere sind im Regelfall nicht aggressiv; so auch der Fuchs nicht. Er versucht eher, Menschen aus dem Weg zu gehen.
Sind Füchse für Haustiere gefährlich?
Zum Schutz vor dem Fuchs sollten Kleintiere wie Kaninchen und Meerschweine oder Geflügel nachts in einem gut verschlossenen Stall untergebracht werden. Tagsüber bietet sich ein abgedecktes Gehege aus Maschendraht an.
Für ausgewachsene Haustiere wie Hunde oder Katzen stellt der Fuchs keine Gefahr dar. Er meidet in der Regel sogar solche Gärten, in denen sich diese Tiere aufhalten.
Welche Erreger werden durch Füchse übertragen?
- Fuchsbandwurm
- Tollwut
Der Fuchs galt lange als der Hauptüberträger der Tollwut. Inzwischen ist Deutschland, dank einer groß angelegten Impfaktion, nahezu tollwutfrei. - Fuchsräude
Erreger der Räude sind Milben. Durch Kontakt (z. B. über Haare oder Hautkrusten) können sich auch Haustiere oder Menschen infizieren. Die Fuchsräude stellt jedoch keine ernste Gefahr für Mensch und Tier dar, da es erfolgreiche Therapiemethoden gibt. Man erkennt einen räudigen Fuchs schnell am schlechten Aussehen.
Sollte ein Fuchs jedoch bereits auf einem Grundstück seine Jungen aufziehen, muss das von März bis Juli aufgrund des Elterntierschutzes hingenommen werden. Die Tiere dürfen dann in der Regel nicht bejagt werden.
Bei ernsthaften Problemen mit Füchsen können sich Bürgerinnen und Bürger gerne an die Untere Jagdbehörde wenden. Auf Jagdangelegenheiten / Landkreis Miesbach gibt es weitere Infos und Hinweise.