Startschuss für den Alpenbus
Ab 14. Dezember: Im Stundentakt durch fünf Landkreise
Der Startschuss für den Alpenbus ist jetzt am Bahnhof in Bad Tölz erfolgt. Die Landräte aller beteiligten Landkreise (Garmisch-Partenkirchen, Weilheim-Schongau, Bad Tölz-Wolfratshausen, Miesbach und Rosenheim) sowie viele Bürgermeister fanden sich neben Ministerpräsident Markus Söder und Landtagspräsidentin Ilse Aigner sowie Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter zu einer Feierstunde ein. "Wir haben eine sehr gute Nord-Süd-Verbindung", stellte Ministpräsident Söder fest, "aber eine sehr schlechte Ost-West-Verbindung". Deshalb stelle der Alpenbus eine echte Entlastung dar - sowohl für Einheimische als auch für Touristen. Stündlich fährt der Alpenbus ab 14. Dezember durch fünf Landkreise. Von einem "Geschenk für diese Region" sprach deshalb Ilse Aigner, die einst selbst bei diesem Projekt mitangeschoben hatte und deshalb allen Beteiligten dankte. "Jetzt müssen unsere Bürgerinnen und Bürger sowie unsere Gäste nur noch dieses Angebot nutzen", so Landrat Olaf von Löwis. "Einfacher geht es nicht, von Murnau bis nach Rosenheim zu kommen."
Wer künftig mit dem Alpenbus fährt, nutzt den West-Ast von Murnau über Penzberg nach Bad Tölz bzw. den Ost-Ast von Bad Tölz über Gmund und Miesbach nach Rosenheim. Damit entstehen die elfte und zwölfte landesbedeutsame Buslinie in Bayern. Am Alpenbus beteiligt sind die Stadt Rosenheim sowie die Landkreise Rosenheim, Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen, Weilheim-Schongau und Garmisch-Partenkirchen. Ziel ist es, die Ost-West-Verbindung im Münchner Süden zu stärken, den Schienenverkehr auf die Landeshauptstadt zu entlasten und die Querverbindungen zu verkürzen. Die Verbundraumerweiterung des Münchner Verkehrsverbundes (MVV) unterstützt das Vorhaben, da die beteiligten Landkreise sowie die Stadt Rosenheim bereits Mitglied sind oder zum 1. Januar 2026 beitreten. So gilt im Alpenbus ab dem neuen Jahr von Murnau bis Rosenheim ein einheitliches Ticket, ein Tarif und ein System. MVV-Geschäftsführer Bernd Rosenbusch: „Wo aufgrund von Bergen, Tälern und Flüssen keine Bahn fahren kann, fährt künftig der Alpenbus! Die neuen Expressbuslinien verbinden erstmals die Regionen südlich von München, direkt und ohne den Umweg über die Großstadt – das ist vor allem für Pendlerinnen und Pendler attraktiv, sie sparen sich Zeit und, dank des neuen 1-Zonen-Tarifs, auch Geld.“
Die Kosten werden anteilig nach Nutzwagenkilometern auf die beteiligten Aufgabenträger verteilt. Der Freistaat Bayern beteiligt sich am Betriebskostendefizit im ersten Jahr mit 65 Prozent, im zweiten Jahr mit 60 Prozent, im dritten Jahr mit 55 Prozent und ab dem vierten Jahr mit 50 Prozent. Die Idee selbst stammt aus dem Jahr 2018, nun wird aus dem vom Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen koordinierten Projekt Realität. Mit dem Alpenbus entsteht eine wichtige Verkehrsachse quer zu den Alpen, die den öffentlichen Nahverkehr im Alpenraum deutlich verbessert und die Mobilitätswende voranbringt.