Automatisiertes Fahren im ÖPNV: Heute an morgen denken
Die Mobilität steht vor einem großen Wandel – und automatisiertes Fahren spielt dabei eine zentrale Rolle. Im Landkreis Miesbach und in der gesamten Metropolregion München beschäftigen wir uns intensiv mit der Frage, wie autonome Fahrzeuge den öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) flexibler, attraktiver und für alle zugänglich machen können.
Was steckt dahinter?
Im Mittelpunkt steht die Vision, dass Busse und Shuttles künftig ohne Fahrerinnen und Fahrer unterwegs sind – sicher, verlässlich und rund um die Uhr. Besonders für ländliche Regionen wie unserem Landkreis bietet das enorme Chancen: Mehr Teilhabe, bessere Erreichbarkeit und weniger Abhängigkeit vom eigenen Auto.
Im Rahmen unserer Arbeit in der Projektallianz MZM (siehe Newsletterabschnitt „Kurz erklärt“) entstand für die Region München das Visionspapier für autonomen Güterverkehr und Öffentlichen Verkehr:
Die Vision für das Jahr 2045 in der Region München:
- 20.000 autonome Shuttles und 5.000 autonome Busse für ein vollständig vernetztes, flexibles ÖPNV-System
- Nahtlose Verbindung von Regional- und S-Bahn, U-Bahn, Tram und herkömmlichen Bussen mit autonomen On-Demand- und Linienverkehren
- Flächendeckende Erreichbarkeit und Stärkung sozialer Teilhabe, gerade im ländlichen Raum
- Attraktive, flexible Angebote, die die Nutzung privater Pkw überflüssig machen
Mit diesem Visionspapier plant der MZM-Raum ins Rennen um eine angekündigte Förderung des Bundes zu gehen. Die Regionen, die den Zuschlag erhalten, haben die Chance erste autonome Fahrzeuge im Betrieb statt in Pilotprojekten einzusetzen.
Mobilitätswerkstatt: Chancen und Risiken im Fokus
Anlässlich des Visionspapiers haben wir uns in der Mobilitätswerkstatt im November gemeinsam mit Fachleuten intensiv mit den Chancen und Risiken des autonomen Fahrens im ÖPNV beschäftigt.
Dabei ergaben sich eine Menge spannender Fragen und Lösungsansätze, an denen wir schon heute mitarbeiten wollen – damit wir morgen den Anschluss nicht verpassen.
Unser Fazit:
Wir behalten die Risiken im Blick, bleiben aber am Thema dran! Automatisiertes Fahren kann helfen, den ÖPNV flexibler und attraktiver zu machen – aber wir gehen die Entwicklung mit Augenmaß und im engen Dialog mit allen Beteiligten an.