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On-Demand-Verkehre im Landkreis Miesbach

Das Thema On-Demand Mobility, kurz ODM, gewinnt deutschlandweit zunehmend an Bedeutung für den öffentlichen Nahverkehr. Insbesondere im Landkreis Miesbach formieren sich dazu zunehmend Initiativen, um die Wünsche von Bürgerinnen und Bürgern an ihre Gemeinden heranzutragen.

Der Landkreis verfügt bereits über ein solides Grundgerüst im öffentlichen Verkehrswesen, angefangen beim Nord-Süd gerichteten Schienennetz bis hin zu ergänzenden Busverbindungen. Insbesondere im Landkreissüden bilden die Tegernseer Ringlinie und die Taktverdichtung der Buslinie 352 (Miesbach-Fischbachau-Schliersee) eine solide Grundversorgung durch den ÖPNV. Der Landkreisnorden erfreut sich an dem Erfolgsprojekt "hoki+", ein ODM-Angebot, das die Gemeinden Otterfing, Weyarn und (Nord-)Warngau mit dem Mittelzentrum Holzkirchen verbindet. Für Gelegenheitsfahrten unterstützt der Landkreis Jugendliche und Senioren mit 50%-Taxi-Wertschecks mit dem sogenannten „hoibehoibe-Taxi“.

Anstatt dieses "Flickenteppichs" soll auf lange Sicht ein integriertes, intermodales öffentliches Verkehrsangebot entstehen, das allen Nutzergruppen die Bewältigung individueller Wegeketten durch verschiedene Verkehrsmodi innerhalb des MVV-Tarifs ermöglicht. Der Landkreis Miesbach legt hier vor allem Wert auf ein aufeinander abgestimmtes Gesamtkonstrukt im ÖV, das weder an Gemeinde- noch an Landkreisgrenzen endet.

Um dieses Ziel zu erreichen, erarbeitet das Team der Stabsstelle Mobilitätsentwicklung des Landratsamtes Miesbach in Zusammenarbeit mit versierten Planungsbüros bis Anfang 2025 passende Konzepte. In dem Nahverkehrsplan und dem parallel dazu abgestimmten Integriertem Mobilitätskonzept werden räumliche und zeitliche Bedarfe identifiziert. Auf dieser Grundlage sowie durch ein optimiertes Busnetz werden als Ergänzung zum ÖPNV passende ODM-Maßnahmen empfohlen und der Politik zur Beschlussfassung vorgelegt.

Um für alle Landkreisbewohner und Besucher attraktive Mobilitätsangebote im Bereich ODM zu schaffen, ist ein gemeindeübergreifender Austausch unabdingbar und ausdrücklich erwünscht. Im Rahmen der Konzeptentwicklung werden Gemeinde- und Bürger-Workshops sowie Haushaltsbefragungen durchgeführt, um die Bedürfnisse der Bevölkerung bestmöglich zu berücksichtigen.

Die Stabsstelle Mobilitätsentwicklung freut sich darüber hinaus zu jeder Zeit über konstruktive Ideen, Anregungen und Wünsche. Denn die Mobilitätswende in unserem Landkreis funktioniert nur gemeinsam!

Möchten Sie mit uns in Kontakt treten und aktiv mitgestalten? Schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an mobilitaetsentwicklung@lra-mb.bayern.de und/oder interessieren Sie sich für die Bürgerworkshops, dann kontaktieren Sie uns bitte unter mobilitaetskonzept@lra-mb.bayern.de.