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09.09.2026

Asylunterkunft in Warngau wird nach zwei Jahren Laufzeit geschlossen

 

Die Unterkunft für Geflüchtete in Warngau wird wie vereinbart und zugesagt nach zwei Jahren Laufzeit geschlossen und anschließend zurückgebaut. Die derzeit noch dort untergebrachten Personen können nach aktuellem Stand vollständig auf andere Unterkünfte im Landkreis verteilt werden.

Die Entscheidung hat das Landratsamt bewusst getroffen. Die Einrichtung wird hervorragend geführt und hat sich in den vergangenen zwei Jahren sehr gut bewährt.

 „Wir haben vor zwei Jahren zugesagt, die Unterkunft für zwei Jahre zu befristen. Wenn wir als öffentliche Verwaltung Zusagen machen, müssen sich die Menschen darauf verlassen können. Deshalb haben wir uns bewusst dafür entschieden, diese Zusage einzuhalten“ so Jens Zangenfeind.

Die Regierung von Oberbayern hatte zwischenzeitlich grundsätzlich Bereitschaft signalisiert, eine Verlängerung der Nutzung zu ermöglichen. Das Landratsamt hat sich dennoch bewusst für die Schließung zum Jahresende entschieden. Die Kosten für den Abbau der Unterkunft waren bereits bei der ursprünglichen Planung in den Gesamtkosten für den Standort Warngau berücksichtigt.

„Die Entscheidung zur Schließung ist unsere Entscheidung. Wir halten unser Wort und beenden die Nutzung wie von Anfang an angekündigt nach zwei Jahren Laufzeit“, so Zangenfeind.

Das Landratsamt bedankt sich ausdrücklich bei der Gemeinde Warngau und dem Markt Holzkirchen für die Unterstützung in den vergangenen zwei Jahren. Ohne die Bereitschaft beider Kommunen wäre die damalige Unterbringungssituation deutlich schwieriger zu bewältigen gewesen. Ein besonderer Dank gilt auch dem Betreiber Gratus, der Einrichtungsleitung sowie den zahlreichen Helferinnen und Helfern.

Die konkreten Abläufe der Umverlegung und des anschließenden Abbaus werden derzeit vorbereitet.

Für mögliche künftige Zuweisungen soll gemeinsam mit den Gemeinden im Landkreis eine Notfallreserve aufgebaut werden. Ziel ist es, rund 100 Plätze kurzfristig mobilisieren zu können.