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06.08.2026

Investitionen in den Katastrophenschutz bewähren sich abermals im Einsatz

 

Der Vegetationsbrand am Nesselberg oberhalb der Mariandlalm in Bayrischzell hat gezeigt, wie wichtig moderne Ausrüstung für die Bewältigung von Wald- und Vegetationsbränden ist. Die beim Einsatz verwendeten Löschblasen sowie die Wärmebilddrohne wurden im Rahmen des Zehn-Jahres-Konzeptes für den Katastrophenschutz beschafft. Die eingesetzten Löschblasen wurden Anfang des Jahres an die Feuerwehren im Landkreis übergeben.

Der Brand war nach einem Blitzeinschlag in unwegsamem Gelände ausgebrochen. Insgesamt waren rund 120 Feuerwehrkräfte, 24 Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks, 15 Mitglieder der Bergwacht sowie die Polizei mit zwei Hubschraubern im Einsatz. Aufgrund der Grenzlage unterstützte zudem die Feuerwehr Landl aus Tirol.

Während des Einsatzes zeigte sich, dass die Brandbekämpfung direkt am Boden besonders effektiv war. Dafür kamen erstmals die neuen Löschblasen mit einem Fassungsvermögen von jeweils 200 Litern zum Einsatz. Die Wasserbehälter wurden per Hubschrauber in das schwer zugängliche Gelände transportiert und ermöglichten den Einsatzkräften vor Ort eine gezielte und kontinuierliche Nachlöscharbeit an den verbliebenen Glutnestern. Zwei gefüllte Löschblasen verblieben vorsorglich über Nacht am Berg, um im Bedarfsfall sofort eingesetzt werden zu können.


Gerade bei Vegetationsbränden in steilem oder unwegsamem Gelände bieten die Löschblasen einen entscheidenden Vorteil: Sie schaffen eine Wasserreserve direkt an der Einsatzstelle und ersparen zeitaufwendige Material- und Wassertransporte.

Ebenfalls zum Einsatz kam die Wärmebilddrohne des Landkreises, die bei der Bergwacht Hausham stationiert ist. Mit ihrer Hilfe konnten verbliebene Glutnester zuverlässig lokalisiert und kontrolliert werden – auch dort, wo sie mit bloßem Auge kaum erkennbar waren.


„Der Einsatz am Nesselberg zeigt eindrucksvoll, dass unsere Investitionen genau dort ankommen, wo sie gebraucht werden – bei den Einsatzkräften vor Ort. Moderne Technik unterstützt die Feuerwehren dabei, schneller, sicherer und effizienter zu arbeiten. Gerade bei Vegetationsbränden in schwierigem Gelände kann das entscheidend sein“, betont Landrat Jens Zangenfeind.