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22.01.2026

Landkreis Miesbach stärkt Katastrophenschutz: Neue Waldbrandwagen und Spezialausrüstung

 Im Rahmen des im Jahr 2023 beschlossenen Zehn-Jahres-Konzeptes für den Katastrophenschutz investiert der Landkreis Miesbach jährlich 750.000 Euro in moderne Ausrüstung und Ausbildung der Einsatzkräfte.

Aktuell konnten drei Waldbrandwagen übergeben werden, ausgestattet mit moderner Spezialausrüstung wie Transportsäcken, Löschblasen, Schaufeln, Äxten, Pumpen, Schläuche, Signalpfeifen, Masken und Verbandstaschen. Parallel dazu wurden auch die Ergänzungsmodule zur Absturzsicherung übergeben, die die Sicherheit der Einsatzkräfte bei schwierigen Gelände- und Einsatzbedingungen deutlich erhöhen.

Die Anschaffungen wurden unter anderem aufgrund der Erfahrungen bei einem Waldbrand 2019 im Rotwandgebiet vorgenommen. Diese hatte gezeigt, wie wichtig spezialisierte Ausrüstung, Ausbildung und schnelle Reaktionsfähigkeit bei Waldbränden sind.

Die Waldbrandwagen wurden an die Inspektionsbereiche Tegernsee (vertreten durch Benedikt Wurm), Holzkirchen (vertreten durch Lukas Reichhart) und Schlierach-Leitzachtal (vertreten durch Andreas Dietmannsberger) übergeben. Ein weiterer Wagen verbleibt beim Katastrophenschutz des Landkreises Miesbach.

Zeitgleich wurden die Ergänzungsmodule zur Absturzsicherung offiziell an die Feuerwehren der jeweiligen Inspektionsgebiete übernommen: im Tegernseer Tal durch die Feuerwehr Rottach-Egern (vertreten durch Josef Stadler und Lorenz Steigenberger), in Holzkirchen durch die Feuerwehr Mitterdarching (vertreten durch Benedikt Kraft) sowie im Schlierach-Leitzachtal durch die Feuerwehr Elbach (vertreten durch Andreas Bolz).

„Mit dem neuen Waldbrandwagen setzen wir auf höchste Effizienz und Sicherheit für unsere Einsatzkräfte. Damit können wir schneller reagieren und Waldbrände effektiver bekämpfen – ein entscheidender Vorteil für den Schutz von Menschen, Natur und Infrastruktur“, erklärt Kreisbrandrat Christian Probst.

Die Idee zu den Waldbrandwagen hatte der inzwischen ausgeschiedene Florian Dirscherl, ehemaliger Kreisbrandinspektor: „Mein Fachbereich war die Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung, da war der Landkreis Miesbach damals einfach nicht so gut aufgestellt. Nach einem Brand im Rotwandgebiet wollte ich das verbessern. Wir haben uns in Österreich und auf Messen Inspiration geholt, ich habe als Maschinenbauer einen Prototypen gebaut. Die Feuerwehr Schliersee war das ‚Versuchskaninchen‘ – nach einem Jahr wurde nachgebessert und jetzt haben wir das System für jedes Inspektionsgebiet umgesetzt.“

Der Landkreis Miesbach setzt mit dieser Anschaffung neue Maßstäbe in der Waldbrandbekämpfung. Andere Landkreise haben bereits nachgefragt und orientieren sich an diesem Vorbild.