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23.09.2025

Aktuelles zum Thema Asyl

 Flüchtlingsaufkommen nach wie vor hoch

Das Flüchtlingsaufkommen im Landkreis Miesbach war zuletzt wieder sehr hoch. Alle 2 Wochen wurde uns ein Bus mit 50 Menschen zugewiesen, der nächste kommt in der KW 39 im Landkreis Miesbach an. Derzeit leben hier aktuell 1850 geflüchtete Menschen, davon sind 983 Ukrainerinnen und Ukrainer sowie 867 aus dem Asylbereich.

Warum die hohe Anzahl an Ukrainern? Das liegt zum einen an einer Umverteilung aus Nordrhein-Westfalen (NRW hatte eine zu hohe Anzahl von geflüchteten Menschen aufgenommen, die nun auf andere Bundesländer und insbesondere auf Oberbayern verteilt werden). Zum anderen erlaubt die ukrainische Regierung seit August, dass Männer im Alter von 18 bis 22 Jahren ihr Land verlassen dürfen. Zum Hintergrund: Ihnen sollen größere Chancen auf eine Ausbildung im Ausland eingeräumt werden, um diese nach ihrer Rückkehr zum Nutzen des Landes einzusetzen. Ukrainische Männer müssen mindestens 25 Jahre alt sein, damit das Militär sie zum Kriegsdienst einziehen darf.

Ukrainer können aber wie anerkannte Asylbewerber auch privat Wohnungen mieten und sind nicht verpflichtet, in den staatlichen Unterkünften des Landratsamts zu wohnen. In diesem Sinne bittet das Landratsamt Miesbach alle Bürgerinnen und Bürger nachdrücklich darum, leere Wohnungen für anerkannte oder ukrainische Flüchtlinge bei den Gemeinden zu melden. Eine verlässliche Unterkunft und die Unterstützung durch die Gemeinden sind Grundlagen für eine erfolgreiche Integration der Geflüchteten. Auch die Integrationsbeauftragte des Landkreises, Iryna Titov, steht bereit, um Bürgerinnen und Bürger sowie Gemeinden bei Fragen zur Aufnahme und Integration zu unterstützen. Für Fragen, Anregungen oder Unterstützungsangebote können sich Interessierte direkt an sie wenden: integrationsbeauftragte@lra-mb.bayern.de, Tel.: 08025 704 10 16.

Da darüber hinaus die Container-Unterkunft in Warngau bekanntermaßen zum Ende des Jahres 2026 aufgelöst werden soll und dort derzeit viele Ukrainer untergebracht sind, könnten viele private Wohnsitznahmen das derzeitige Problem fehlender staatlicher Ersatzmöglichkeiten für Warngau zumindest verkleinern.

Ein Blick in die ehemals belegten Sporthallen:

Die wesentlichen Arbeiten in der Halle der Berufsschule Miesbach sind abgeschlossen. Ab Mitte Oktober können Sportvereine die Halle wieder nutzen. Die Schule wird die Nutzung der Halle ab 2026 wieder aufnehmen.

In der Sporthalle des Gymnasiums Miesbach stehen noch die letzten Gutachten aus. Erst danach können die Schäden genauer abgeschätzt und die daraus resultierenden Maßnahmen (somit auch ein Zeitplan) benannt werden. Die Arbeiten zur Wiederinbetriebnahme wurden jedoch bereits aufgenommen, wie zum Beispiel Reinigung der Lüftungsanlagen, Desinfektionsmaßnahmen etc.