Landratsamt bittet Bevölkerung um verantwortungsvollen Umgang mit Trinkwasser
Empfehlungen seitens des Gesundheitsamtes
Das Landratsamt Miesbach bittet die Bevölkerung des Landkreises um einen verantwortungsvollen Umgang mit Trinkwasser. Die anhaltend niederschlagsarme Witterung der vergangenen Wochen sowie die zunehmende Häufung trockener Jahre würden einen bewussten Umgang mit der Ressource Trinkwasser erforderlich machen, heißt es aus dem Gesundheitsamt. Bei einer Reihe von Quellen und Brunnen der Wasserversorgung im Landkreis würden bereits geringe bzw. zurückgehende Quellschüttungen beobachtet, die teilweise deutlich unter den saisonal üblichen Werten liegen.
Folgende Empfehlungen gibt das Gesundheitsamt:
- Garten- und Pflanzbewässerung auf die frühen Morgen- oder Abendstunden verlegen
- Regenwasser für die Gartenbewässerung nutzen
- auf das Bewässern von Rasenflächen möglichst verzichten
- Kein Wasser aus Oberflächengewässern mittels Pumpen entnehmen (grundsätzlich untersagt, nur wenige Ausnahmen)
- Pools nicht mehr neu befüllen
- unnötigen Wasserverbrauch im Haushalt vermeiden
- auf das Waschen von Fahrzeugen außerhalb gewerblicher Waschanlagen verzichten
- auf Abspritzen oder Bewässern (z.B. mit Hochdruckreinigern, Bürsten) von Terrassen, Wänden, Straßen, Hof- und Wegflächen, Dächern verzichten
In diesem Zusammenhang wird explizit darauf hingewiesen, dass die oben aufgeführte Entnahme von Wasser aus Oberflächengewässern mittels Pumpen bis auf wenige Ausnahmen untersagt ist. Dies gilt sowohl für motorbetriebene Pumpen als auch für Handpumpen. Ausgenommen von diesem Verbot sind der Gemeingebrauch (wie z.B. das Schöpfen mit Handgefäßen), die Entnahme zum Tränken von Vieh und für den Bedarf in der Landwirtschaft sowie Entnahmen, bei denen das entnommene Wasser vollständig wieder in das Gewässer zurückgeleitet wird. Für Aufgaben im öffentlichen Interesse, insbesondere für Einsätze der Feuerwehr, ist eine Wasserentnahme ebenfalls zulässig.
Jeder eingesparte Liter trägt dazu bei, die Grundwasservorräte zu schonen, die Versorgung auch in längeren Trockenphasen sicherzustellen und dem aktuell negativen Trend entgegenzuwirken.