Graugänse am Tegernsee: Beteiligte setzen auf gemeinsames Management
Um den weiteren Umgang mit der Grauganspopulation am Tegernsee abzustimmen, haben sich der Landrat, die Bürgermeister der Gemeinden Rottach-Egern und Bad Wiessee sowie Vertreter der Unteren Jagdbehörde und der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamtes Miesbach zu einem gemeinsamen fachlichen Austausch getroffen.
Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die Frage, wie den Herausforderungen durch die zunehmende Grauganspopulation langfristig begegnet werden kann. Dabei wurden sowohl die aktuelle Bestandssituation als auch mögliche kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen erörtert. Einigkeit bestand darüber, dass es keine einzelne Maßnahme gibt, die dauerhaft zum Erfolg führt. Vielmehr ist ein aufeinander abgestimmtes Management erforderlich, das die örtlichen Gegebenheiten ebenso berücksichtigt wie naturschutzfachliche und jagdliche Belange.
„Unser Ziel ist es, gemeinsam mit den Gemeinden tragfähige und langfristige Lösungen zu entwickeln. Das heutige Gespräch hat gezeigt, dass wir dieses Thema nur im Schulterschluss erfolgreich angehen können“, betont Landrat Jens Zangenfeind.
Als nächster wichtiger Schritt soll ein gemeinsames Managementkonzept erarbeitet und mit allen Gemeinden im Tegernseer Tal abgestimmt werden. Parallel dazu werden kurzfristig umsetzbare Maßnahmen geprüft, um bereits in der laufenden Saison erste Verbesserungen zu erzielen und die Gelegebehandlung für das kommende Jahr vorbereitet. Darüber hinaus soll die Öffentlichkeitsarbeit verstärkt werden.
Auch die Bürgermeister sehen in der gemeinsamen Vorgehensweise den richtigen Weg. „Uns war wichtig, alle Beteiligten an einen Tisch zu bringen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Das ist mit dem heutigen Austausch gelungen“, erklärt Stefan Niedermaier.
Robert Kühn, ergänzt: „Entscheidend ist, dass nun konkrete und praktikable Maßnahmen entwickelt werden, die sowohl den Interessen der Bevölkerung als auch den fachlichen Anforderungen gerecht werden. Diesen Weg wollen wir gemeinsam weitergehen.“