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Beschneiungs­anlagen

Die Errichtung einer Beschneiungsanlage (Aufstellen von Schneekanonen) ist nach Art. 35 Bayer. Wassergesetz - BayWG - genehmigungspflichtig. Dies gilt auch für Erweiterungen und sonstige wesentliche Änderungen. Für die wasserrechtliche Genehmigung von Beschneiungsanlagen ist ein besonderes, sog. förmliches Verfahren vorgeschrieben, das auch eine öffentliche Auslegung in der betreffenden Gemeinde vorsieht.

Daneben sind auch eine Reihe von Fachbehörden zu beteiligen, beispielsweise das Wasserwirtschaftsamt Rosenheim und die Untere Naturschutzbehörde, ggfs. auch das Bayer. Landesamt für Umwelt und das Amt für Landwirtschaft und Forsten.

Der Antragsteller hat die zur Prüfung des Vorhabens erforderlichen Pläne und Unterlagen vorzulegen, die Angaben über
- das Skigebiet
- den Bestand der Natur und Landschaft
- die geplante Anlage
- die Auswirkung auf Naturhaushalt und Landschaftspflege
enthalten müssen.

Nach den Grundsätzen des Bayer. Staatsministeriums für Landesentwicklung und Umweltfragen dienen Beschneiungsanlagen dazu, einzelne, auch bei guten natürlichen Schneeverhältnissen regelmäßig vorzeitig ausapernde oder abgefahrene Stellen, insbesondere auf Talabfahrten, bei im übrigen befahrbaren Pisten vor mechanischen Boden- und Vegetationsschäden durch den Skibetrieb zu schützen.

Zu den wasserwirtschaftlichen Auswirkungen einer Beschneiungsanlage ist vom Antragsteller auch ein Gutachten eines anerkannten privaten Sachverständigen vorzulegen.